Studie zum Informationsverhalten im Internet
Datum: 4. Oktober 2013
Autor: Erwin König
Kategorien: Studien


Die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) hat nach 2009 und 2011 die 3. Ausgabe ihrer Studie „Relevanz der Medien für die Meinungsbildung“ veröffentlicht. Durchgeführt wurde die repräsentative Umfrage von TNS Infratest im Frühjahr 2013, wobei mehr als 3.000 Personen zu ihren bevorzugten Informationsquellen befragt wurden. Dabei wurde festgestellt, dass vor allem jüngere Leute in Deutschland das soziale Netzwerk Facebook als ihre wichtigste Quelle bezeichnen, wenn es um die Meinungsbildung zu Zeitgeschehen, Politik, Wirtschaft und Kultur geht. Über alle Altersklassen hinweg sind aber (noch) die Suchmaschinen, und im besonderen Google, die erste Anlaufstelle im Internet, wenn es um die Suche nach Informationen geht.

Für die Untersuchung wurden die Medientypen Fernsehen, Radio, Internet, Tageszeitungen sowie Zeitschriften, Nachrichtenmagazine oder Wochenzeitungen berücksichtigt. Als Untersuchungsmethode wurde eine Telefonbefragung (Kombination aus Mobil- und Festnetz-Anschlüssen) eingesetzt.

Hier einige Auszüge aus dieser Studie:

Das Fernsehen als immer noch meistgenutzter Informationskanal hat im Vergleich zu 2009 (62,4%) und 2011 (73,9%) in der aktuellen Untersuchungsreihe mit 59,9% deutlich an Zuspruch verloren. Ebenfalls gegenüber den zwei vorherigen Erhebungen verloren hat die Tageszeitung (2009: 41,7%, 2011: 42,7%, 2013: 36,6%).
Demgegenüber haben Radio (2009: 47,3%, 2011: 53,2%, 2013: 49,9%) und Internet (2009: 19,2%, 2011: 25,8%, 2013: 24,7%) eher zugelegt. Ein konstanter positiver Trend ist aber auch bei diesen beiden Medien nur bedingt beobachtbar, weil im Vergleich zu 2011 auch bei diesen Medien ein Rückgang zu verzeichnen ist, aber gegenüber …

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