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Wie stark KI-Texte das Netz schon prägen

Datum: 7. Mai 2026
Autor: Erwin König

Jonas Dolezal, Sawood Alam, Mark Graham und Maty Bohacek kommen in ihrer Studie „The impact of AI-generated text on the internet“ zu einem Befund, der aufhorchen lässt. Bis Mitte 2025 könnten rund 35 Prozent der neu veröffentlichten Websites ganz oder teilweise mit KI erzeugte Texte enthalten haben. Der Anteil lag vor dem Start von ChatGPT Ende 2022 laut ihrer Analyse noch bei null. Zugleich zeigt die Untersuchung, dass sich mit dem Anstieg KI-erzeugter Webtexte offenbar auch die inhaltliche Vielfalt und der Ton im Netz verändern. Der Befund trifft einen Nerv, weil die Debatte über KI-Texte oft von zugespitzen Warnungen geprägt ist. Seit dem Durchbruch generativer KI steht die Sorge im Raum, dass das offene Web mit massenhaft synthetisch erzeugten Inhalten geflutet wird. Befürchtet werden unter anderem mehr Halluzinationen, ein Einheitsstil, weichgespülte Sprache und ein genereller Qualitätsverlust. Die neue Studie versucht nun, diese Debatte erstmals systematisch auf der Ebene des gesamten Webs zu vermessen, statt nur einzelne Textbeispiele oder Plattformen zu betrachten. 

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