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Paid Content

Zur Zahlungsbereitschaft für digitale Inhalte

Die Hochschule Fresenius Hamburg hat in Zusammenarbeit mit dem DCI Institut bereits zum 3. Mal untersucht, wie sich in Deutschland die Zahlungsbereitschaft für digitale Inhalte entwickelt hat. Dafür wurden im Januar 2018 3.266 Personen mittels einer Onlineumfrage nach ihre Einstellung und Meinung zu Paid Content befragt. Demnach nimmt prinzipiell die Zahlungsbereitschaft für digitale Inhalte zwar weiter zu, aber liegt doch gesamthaft betrachtet noch immer auf einem relativ niedrigen Niveau. So...

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Flatrates wenig geeignet für Verlage

Eine gemeinsame Studie der Universitäten Hamburg und Groningen im Rahmen ihres Forschungsprojekts „Competing with Free: Flatrates in the Publishing Industry“ beleuchtet zum ersten Mal die Auswirkungen neuer Preis- und Geschäftsmodelle für verlagsübergreifende journalistische Inhalte wie „Flatrates“ oder „Bezahlen pro Artikel“. Die als repräsentativ für Deutschland bezeichnete Untersuchung zeigt, dass die Verlage sich mit dieser Form der Bezahlmodelle möglicherweise in eine selbstgeschaffene...

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Bezahlmodelle für journalistische Online-Inhalte setzen sich nur langsam durch

In den letzten Jahren sind viele Verlage angetreten, der weitverbreiteten Kostenlos-Mentalität der Internetuser ein Ende zu setzen. So sind immer mehr Online-Zeitungen und -Zeitschriften daher ganz oder teilweise im Internet hinter einer Bezahlschranke verschwunden. Auf der Seite des Bundesverbands der Zeitungsverleger werden z.B. schon 120 deutsche Zeitungen gelistet, die ein Paid Content-Modell für ihre Online-Inhalte einsetzen. Die Frage ist, ob diese Strategie inzwischen zu gewissen...

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Neue Geschäftsmodelle für Online-Zeitschriften?

Während in Deutschland immer mehr Online-Zeitungen und -Zeitschriften hinter verlagseigenen Paywalls verschwinden, wird in den USA nach neuen Lösungen Ausschau gehalten. Einerseits dürfte das aus der Musik- und Filmbranche bekannte Modell des "All-you-can-eat" forciert werden, d.h. ähnlich wie beim Streaming kann der Nutzer über eine geringe, pauschale Gebühr unbegrenzt Artikel aus vielen verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften online abrufen. Andererseits hat das führende soziale Netzwerk...

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Widersprüchliche Studien bezüglich der Akzeptanz von kostenpflichtigen Online-Inhalten

Wieder einmal eine Untersuchung, die eine steigende Bereitschaft bei den Nutzern für kostenpflichtigen Online-Journalismus festgestellt haben will. Der deutsche Hightech-Verband BITKOM hat die Resultate einer als repräsentativ bezeichneten Umfrage unter 1.019 Internetusern in Deutschland veröffentlicht. Laut dieser Studie hat im Jahr 2014 jeder dritte Internetnutzer schon einmal für redaktionell verfasste Online-Inhalte bezahlt. Im Gegensatz dazu steht eine aktuelle Veröffentlichung des World...

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Bezahlinhalte vor dem Durchbruch?

Das Paid Content-Modell für Online-Inhalte wurde in den letzten Jahren, ausgelöst u.a. durch die weltweite Finanzkrise, als neues Allheilmittel für Verlage, Zeitungen etc. angepriesen. Inzwischen haben bereits 79 Verlage in Deutschland auch ein Bezahlmodell für Online-Inhalte eingeführt. Bisher konnte man aber den Eindruck gewinnen, dass eine viele Jahre an kostenlose Inhalte gewöhnte User-Gemeinde sich nicht so recht mit diesem Trend anfreunden kann. Das global tätige Beratungsunternehmen...

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Aktuelle Zahlen zum deutschen Buch- und Zeitungsmarkt

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels sowie der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) haben neue Zahlen zum deutschen Buchmarkt respektive Zeitungsmarkt veröffentlicht. Nach diesen Angaben hat im Jahr 2012 der Absatz von E-Books in Deutschland deutlich zugenommen. Allerdings ist der Anteil der elektronischen Bücher am gesamten deutschen Buchmarkt immer noch sehr bescheiden. Der Gesamtmarkt weist dabei eine leicht rückläufige Tendenz auf. Gleichfalls rückläufig zeigt sich der...

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Zum Medienkonsum von digitalen Nachrichten

Passend zu den obigen Untersuchungen von Fittkau & Maaß und TNS Infratest hat der Medien- und Nachrichtenkonzern Thomson Reuters die 2. Ausgabe seines „Digital News Reports“ veröffentlicht. Befragt wurden Verbraucher zu ihren digitalen Mediengewohnheiten in Brasilien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Spanien und den USA. Im Gegensatz zu der TNS Infratest-Untersuchung ist die in dieser Studie gefundene Bereitschaft der Konsumenten in Deutschland, für Online-Nachrichten zu zahlen, deutlich geringer. Wobei natürlich die Einschränkung zu machen ist, dass bei TNS Infratest die Betonung auf „guten“ Online-Informationen liegt. Insgesamt bietet der Bericht umfassendes neues Daten- und Zahlenmaterial zum mobilen Nachrichtenkonsum, zur Bereitschaft, für Online-Nachrichten zu zahlen, oder zu neuen Arten des Medienkonsums. Grundsätzlich kann man die Ergebnisse der Untersuchung von Thomson Reuters zusammenfassen mit dem Satz, dass Nachrichten immer mobiler, sozialer und in Realtime genutzt werden. Allerdings zeigen sich regional deutlich Unterschiede, wo, wann und wie Nachrichten von den Nutzern abgerufen werden.
Für diese Studie wurden insgesamt mehr als 11.000 Personen im Februar 2013 durch das Reuters Institute online befragt. Die Stichprobe für Deutschland beträgt 1.062 Personen, wobei anzumerken ist, dass nur Personen in dieser Umfrage berücksichtigt wurden, die in den letzten vier Wochen Nachrichten konsumiert haben. Ebenfalls zu beachten ist, dass der Medienkonsum von Offlinern in dieser Studie unterrepräsentiert wird, da als Befragungsmethode eine Online-Umfrage genutzt wurde. Damit wird klar, dass diese Studie keinen Anspruch auf absolute Genauigkeit bei den erhoben Daten hat oder repräsentativ ist. Vielmehr geht es in dieser Studie darum, allgemeine neue Trends und Entwicklungen zu bestimmen und zu analysieren.

Hier ein Auszug aus den gewonnen Daten und Fakten zur Mediennutzung:

Der Abruf von Nachrichten mittels eines Tablet-Rechners hat innerhalb von 10 Monaten in allen untersuchten Ländern teilweise deutlich zugenommen. Spitzenreiter ist hier Dänemark, wo sich der Anteil der Nutzer innerhalb von 10 Monaten von 13% auf 25% fast verdoppelt hat. Die USA und Großbritannien weisen hier einen Anteil beim Nachrichtenkonsum mittels Tablets von 16% (2012: 11% bzw. 8%), Frankreich von 11% (2012: 6%) und Deutschland kommt auf 10% (2012: 5%).
Das wichtigste Endgerät, um digitale Nachrichten abzurufen bleibt der Computer. 85% der User rufen mindestens einmal in der Woche Nachrichten über ihren PC ab. Bei den Smartphone-Nutzern liegt dieser Anteil bei 62%, Tablet-User kommen auf 60%, Smart TV-User machen dies zu 54% und E-Reader-Nutzer kommen lediglich auf 17%.
Festgestellt wurde aber auch ein Trend zur Nutzung von mehreren Endgeräten für den Nachrichtenkonsum. Insgesamt ein Drittel der Umfrageteilnehmer nutzt inzwischen hierfür mindestens zwei verschiedene Geräte. 9% der befragten Personen nutzen mehr als …

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Online-Zeitungen verschwinden immer öfter hinter Paywalls

2013 kann man wohl mit gutem Grund als das Jahr des Paid Content bezeichnen. Nicht wenige Zeitungen in Deutschland haben sich dazu entschlossen, ihr bisheriges Online-Geschäftsmodell zu revidieren und ihre Nachrichteninhalte verstärkt nur mehr kostenpflichtig für ihre Leser anzubieten. Laut dem Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger haben inzwischen allein hierzulande mehr als 40 Verlage diesen Schritt hin zu kostenpflichtigen Online-Inhalten vollzogen. Die Frage ist nur, ob in der deutschen Bevölkerung auch gleichzeitig die Bereitschaft, für digitale Inhalte zu bezahlen, steigt. Eine neue Studie des Marktforschungsunternehmens Fittkau & Maaß Consulting lässt aber genau daran Zweifel aufkommen. Die Studienresultate widersprechen hier also Aussagen von manchen Zeitungsverlagen, die eher einen deutlichen Wandel in der Wahrnehmung in der deutschen Bevölkerung für den Wert von Online-Inhalten festgestellt haben wollen.
Hier einige interessante Aussagen aus dem W3B-Report „Trends im Nutzerverhalten“:

Jeder 3. deutsche Internetuser (33%) liest seine Zeitungen und Zeitschriften – d.h. diejenigen Publikationen, die er regelmäßig konsumiert – inzwischen ausschließlich in digitaler Form.
Auch wenn Tablets und Smartphones inzwischen von einem Großteil der Bevölkerung eingesetzt werden, werden digitale Online-Zeitungen und -Zeitschriften dennoch mehrheitlich auf dem Computer und dem Laptop konsumiert (28,1%). Dahinter folgen Handy und Smartphone mit einem Anteil von 14,5% und Tablet-Rechner und Pad PC kommen auf 12,5%.
Grundsätzlich scheint eine gewisse Bereitschaft bei den Lesern von solchen digitalen Inhalten vorhanden zu sein, für diese auch zu bezahlen. Knapp die Hälfte (49,6%) der befragten deutschen Internetnutzer wäre bereit, für Online-Publikationen Geld auszugeben. Allerdings relativiert sich diese Zahl, wenn man die Entwicklung dieser Zahlungswilligen über die Jahre betrachtet. Der Grad der Zustimmung hat sich seit dem Jahr 2002 (53,4%) nicht unbedingt positiv entwickelt. In den letzten drei Jahren ist zudem eine jährliche Abnahme feststellbar.
Positiv in diesem Sinn ist zu vermerken, dass der Anteil derjenigen Internetuser, die überhaupt keine Zahlungsbereitschaft zeigen, von 2002 bis 2013 geringer geworden ist. 2002 lag dieser Anteil noch bei 28,9%, während dieser Wert 2013 nur mehr bei 23,6% liegt. Gleichzeitig ist aber der Anteil an der Gruppe der User, die sich bei diesem Thema nicht entscheiden können, von 17,6% (2002) auf 26,8% (2013) angestiegen.
Allgemein muss man aber hinter die angebliche Zahlungsbereitschaft dieser positiv votierenden oder zumindest unentschiedenen User ein Fragezeichen gerade bei redaktionell erstellten Inhalten wie Informationen, Nachrichten und Zeitungsartikeln setzen. Die Internetuser sind in erster Linie bereit, für Online-Inhalte und -Dienste wie Herunterladen von Musik (28,5%), Herunterladen und/oder Ausleihen von Filmen (22,3%) und Online-Nutzung von Software (16,9%) zu zahlen. Für digitale Inhalte in Form von Informationen, Nachrichten und Artikeln ist nur knapp jeder 6, deutsche Internetnutzer (15,9%) bereit zu zahlen.
Zum Vergleich noch die Resultate aus einer aktuellen Untersuchung von dem Marktforschungsinstitut TNS Infratest zur Zahlungsbereitschaft in Deutschland für Online-Informationen. Hierfür wurden im Juni 2013 1.003 Personen telefonisch befragt:

Laut TNS Infratest sind 63% der deutschen Internetuser grundsätzlich bereit, auch Geld für qualitativ hochwertige Informationen auszugeben.
Außerdem haben die befragten Internetnutzer den Eindruck, dass die Qualität der Online-Inhalte sich in den letzten fünf Jahren kontinuierlich verbessert hätte.
Inzwischen hat knapp jeder Fünfte (19%) auch schon einmal für den Download eines Artikels oder einer gesamten Zeitungsausgabe gezahlt.
29% der Deutschen wären …

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