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Kulturerbe-Daten im Zeitalter der KI: Ein neues Zugangsmodell für Institutionen

Datum: 19. Januar 2026
Autor: Erwin König

Die rasante Entwicklung generativer Künstlicher Intelligenz stellt Kultureinrichtungen, die sich mit dem Kulturerbe beschäftigen, vor grundlegende strategische Fragen. Ein neuer Impulsbericht der Europeana Foundation und der Open Future Foundation schlägt einen differenzierten Ansatz vor, der Offenheit mit wirtschaftlicher Nachhaltigkeit verbinden soll. Seit dem Start von ChatGPT im November 2022 hat sich die Diskussion um den Umgang mit digitalisiertem Kulturerbe fundamental verändert. Während Institutionen ihre Access-Modelle ursprünglich für menschliche Nutzer:innen konzipierten, dominiert heute die automatisierte Nutzung durch KI-Systeme. Diese Verschiebung betrifft sowohl das Training von Sprachmodellen als auch deren Einsatz in produktiven Anwendungen. Die Europeana Foundation hat im Rahmen ihrer Alignment Assembly on Culture for AI die Perspektiven verschiedener Akteur:innen im europäischen Kulturerbe-Bereich erfasst. Dabei zeigte sich eine zentrale Herausforderung: Einerseits besteht breiter Konsens, dass öffentlich finanzierte Kulturerbe-Daten möglichst offen zugänglich sein sollten. Andererseits entstehen durch Datenschutz, Rechtemanagement und mögliche Opt-out-Regelungen Zugangsbeschränkungen, die selbst gemeinfreie Materialien betreffen können. 

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