Werden Auskunftsdienste im Zeitalter von Google und Co. noch benötigt?
Datum: 6. August 2016
Autor: Erwin König
Kategorien: Fachartikel

Die Auskunftsdienste in modernen Bibliotheken stehen ohne Frage seit einigen Jahren in direkter Konkurrenz zu frei verfügbaren Webressourcen wie Wikipedia, Suchmaschinen wie Google und vielen weiteren Angeboten aus dem Internet. Seit geraumer Zeit lassen sich in den Nutzungsstatistiken von Bibliotheken aus diesem Grund für einfache Anfragen rückläufige Tendenzen beobachten. Schließlich sind viele einfache Faktenrecherchen für die heutigen User mit Google und Wikipedia meistens genauso gut selbst zu beantworten, wo man früher noch einen Bibliothekar hinzuziehen musste. Viele Informationseinrichtungen setzen ihre Hoffnungen daher auf umfangreichere, komplexere Forschungsarbeiten, die intensivere Beratungs- und Recherchetätigkeiten erfordern. Hier könnte auch in Zukunft weiterhin eine erhebliche Nachfrage durch die Nutzer nach bibliothekarischer Unterstützung bestehen. Um sich an die wandelnde Forschungslandschaft anzupassen, experimentieren Bibliothekare vermehrt auch zusätzlich mit alternativen Modellen an Auskunftsdiensten. In dem vorliegenden Beitrag wird der Frage nachgegangen, inwieweit Auskunftsdienste allgemein heute noch eine Rolle für die Benutzer spielen?

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