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Erfundene Quellen – wie KI-Zitationen die Wissenschaft unter Druck setzen

Datum: 7. Mai 2026
Autor: Erwin König
Kategorien: Fachartikel

Miryam Naddaf und Elizabeth Quill zeigen in „Nature“, dass halluzinierte Literaturangaben längst kein Randproblem mehr sind. Immer mehr wissenschaftliche Veröffentlichungen enthalten demnach Referenzen auf Arbeiten, die gar nicht existieren oder nur in verfälschter Form zitiert werden. Für die Forschung ist das mehr als ein redaktioneller Makel, denn fehlerhafte Quellen untergraben Nachvollziehbarkeit, Vertrauen und wissenschaftliche Integrität. Die Autorinnen beschreiben ein Problem, das mit der rasanten Verbreitung generativer KI sichtbar eskaliert. Große Sprachmodelle werden inzwischen von vielen Forschenden genutzt, etwa für Literaturrecherchen, das Verfassen von Manuskripten oder das Erstellen von Literaturverzeichnissen. Dabei entstehen nicht nur klassische Zitationsfehler wie falsche Jahreszahlen, Schreibweisen oder DOI-Angaben. Immer häufiger produzieren die Systeme vollständig erfundene Quellen oder kombinieren reale Elemente zu scheinbar plausiblen, in Wahrheit aber nicht existierenden Referenzen. 

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