Das Problem der Filterblase könnte sich zukünftig noch verstärken
Datum: 9. November 2018
Autor: Erwin König
Kategorien: Trends

In den letzten Jahren ist das Phänomen der sogenannten Filter Bubble, oder auf Deutsch Filterblase, auch einer breiten Öffentlichkeit bewusst geworden. Grund hierfür war ein mit der Filterblase eng verwandtes Phänomen, nämlich die sogenannten Fake News. Ausgelöst durch die zahlreichen Versuche zur Manipulationsversuche politischer Wahlen in den vergangenen zwei Jahren, wurde offensichtlich, dass wir unserer (Online-)Wahrnehmung nicht immer vertrauen können. Besonders große soziale Netzwerke stehen seitdem unter Verdacht, zu wenig gegen solche Falsch- und Desinformationskampagnen auf ihren Plattformen zu unternehmen. Aber es gibt nicht nur gezielt gestreute Fake News, um unsere Wahrnehmung zu beeinflussen. Gerade Facebook, Amazon, Google und andere große Plattformen setzen uns immer mehr Inhalte vor, die uns nur vermeintlich interessieren. Solche durch Algorithmen automatisch erzeugten Filterungen werden als Filterblasen bezeichnet. Geprägt wurde der Begriff „Filter Bubble" bekanntlich von dem Internetaktivisten Eli Parser. In einem Beitrag für den Blog des Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) wird gezeigt, was die Filterblase im Internet ist, was sie mit uns macht und wie man ihr möglicherweise entkommen kann. Das Entkommen könnte in absehbarer Zeit aber noch schwieriger werden als jetzt. Die meistbesuchte Website der Welt, d. h. die Google-Suche, soll sich in den nächsten Wochen tiefgreifend ändern. Die Süddeutsche Zeitung hat diese Änderung passend mit der schönen Überschrift „Google will Antworten geben, bevor jemand Fragen stellt" zusammengefasst. Google will also zu so etwas wie der Minority Report (https://de.wikipedia.org/wiki/Minority_Report) für Informationssuchende werden.

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