Zugriffsprobleme bei elektronischen Informationsressourcen finden und lösen
Datum: 24. Juni 2023
Autor: Erwin König
Kategorien: Fachartikel

Wenn heute Bibliotheksnutzerinnen und -nutzer auf elektronische Bibliotheksressourcen zugreifen, geschieht dies zumeist nicht mehr über den klassischen Online-Bibliothekskatalog (Online Public Access Catalogue – OPAC). Vielmehr bieten viele Bibliotheken einen Google-ähnlichen Ansatz mittels sogenannter Discovery-Systeme für das Ausfindigmachen von Informationen und Inhalten an. Mit der Nutzung von Discovery-Systemen sollen diverse Nachteile bibliothekarischer Kataloge und Datenbanken überwunden werden. Das heißt beispielsweise, dass Nutzerinnen und Nutzer nicht mehr jede dieser zahlreichen Informationsquellen einzeln mittels unterschiedlicher Abfragesprachen durchsuchen müssen, sondern, wie von Internet-Suchmaschinen gewohnt, mittels einer einfachen Suchoberfläche gleichzeitig zahlreiche Quellen abfragen können. Grundsätzlich versprechen Discovery-Systeme einen einfacheren, schnelleren und umfassenderen Zugriff auf die zahlreichen bibliothekarischen Informationsressourcen und Datenbanken. Allerdings zeigen sich in der Praxis verschiedene Probleme beim Zugriff auf elektronische Ressourcen durch diese Discovery-Systeme. In dem nachfolgend vorgestellten Bericht1 werden aktuelle Schwachstellen der Discovery-Lösungen bzw. allgemeine Fehlerquellen untersucht, die den Zugriff auf elektronische Ressourcen stören können. Daneben werden verschiedene Ansätze und Werkzeuge zur Fehlerbehebung vorgestellt, mit denen bestehende Probleme erkannt und identifiziert werden können. Abschließend werden auch einige neue technologische Entwicklungen im Bereich der Discovery-Systeme präsentiert und es wird diskutiert, ob diese helfen können die bestehenden Schwachpunkte der Discovery-Systeme zu reduzieren.

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