Das wissenschaftliche Verlagswesen wird seit Jahrzehnten von wenigen großen Verlagen dominiert. Eine neue Analyse zeigt jedoch, dass kleinere unabhängige Verlage zunehmend an Bedeutung gewinnen. Daten von Web of Science, Dimensions und OpenAlex verdeutlichen, dass der Anteil kleiner Verlage seit dem Jahr 2000 stark gestiegen ist. Besonders in den Sozial- und Geisteswissenschaften, aber auch in den Natur- und Medizinwissenschaften, verzeichnen kleinere Verlage eine zunehmende Präsenz. Geografische Unterschiede sind signifikant: Während einige Länder stark auf große Verlage setzen, veröffentlichen andere, insbesondere in Lateinamerika, Nordafrika, Osteuropa und Teilen Asiens, zunehmend unabhängig. Die Digitalisierung, sinkende Druck- und Vertriebskosten sowie Open-Source-Tools haben diesen Trend unterstützt. Eine erhöhte Sichtbarkeit könnte das Wachstum unabhängiger Zeitschriften weiter fördern und die wissenschaftliche Vielfalt stärken.
...Wie verlässlich sind Metadaten für Forschungsdaten wirklich?
Dorothea Strecker untersucht in einem Preprint auf arXiv, wie stabil Metadaten zu Forschungsdaten in DataCite tatsächlich sind. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob sich diese Angaben im Zeitverlauf so stark verändern, dass ihre Nutzung für scientometrische Analysen...
