Das wissenschaftliche Verlagswesen wird seit Jahrzehnten von wenigen großen Verlagen dominiert. Eine neue Analyse zeigt jedoch, dass kleinere unabhängige Verlage zunehmend an Bedeutung gewinnen. Daten von Web of Science, Dimensions und OpenAlex verdeutlichen, dass der Anteil kleiner Verlage seit dem Jahr 2000 stark gestiegen ist. Besonders in den Sozial- und Geisteswissenschaften, aber auch in den Natur- und Medizinwissenschaften, verzeichnen kleinere Verlage eine zunehmende Präsenz. Geografische Unterschiede sind signifikant: Während einige Länder stark auf große Verlage setzen, veröffentlichen andere, insbesondere in Lateinamerika, Nordafrika, Osteuropa und Teilen Asiens, zunehmend unabhängig. Die Digitalisierung, sinkende Druck- und Vertriebskosten sowie Open-Source-Tools haben diesen Trend unterstützt. Eine erhöhte Sichtbarkeit könnte das Wachstum unabhängiger Zeitschriften weiter fördern und die wissenschaftliche Vielfalt stärken.
...Der Informationsschock und die Zukunft des Bibliotheksberufs
R. David Lankes, Virginia and Charles Bowden Professor of Librarianship an der University of Texas at Austin, hat im Library Journal einen grundsätzlichen Essay zur Rolle des Bibliotheksberufs im Zeitalter generativer KI veröffentlicht. Sein Kernargument ist, dass...
