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Wer, wie, was: Literaturdatenbanken im Vergleich

Datum: 3. Februar 2020
Autor: Erwin König
Kategorien: Fachartikel

Wenn Wissenschaftler an einem Forschungsprojekt arbeiten, ist es für sie essenziell, die zu diesem Thema bereits veröffentlichten Publikationen zu finden. Außerdem müssen sie sich fortlaufend in ihrem Fachgebiet auf dem Laufenden halten, um allgemein über neue Entwicklungen informiert zu sein. Die Forscher greifen bei der dafür notwendigen Informationssuche zunehmend auf die akademische Suchmaschine Google Scholar zurück. Aber auch klassische wissenschaftliche Datenbanken, wie Scopus oder Web of Science, bleiben für diese Aufgabe relevant. Im folgenden Beitrag werden die drei wichtigsten Forschungsdatenbanken Google Scholar, Web of Science und Scopus miteinander verglichen. Dabei lassen sich signifikante Unterschiede etwa beim Grad der Abdeckung der veröffentlichten wissenschaftlichen Fachliteratur beobachten.

Forscher nutzen routinemäßig Datenbanken wie Google Scholar (GS), Web of Science (WoS) und Scopus, um wissenschaftliche Informationen zu finden und bibliometrische Indikatoren – wie die Anzahl der Zitate – zu konsultieren, damit sie die Wirkung und Qualität solcher Arbeiten einordnen können. Um solche Datenbanken für eine effektive und möglichst vollständige Literaturrecherche richtig zu nutzen, ist jedoch ein tiefgehendes Verständnis der Leistungsfähigkeit und Qualität dieser Tools unumgänglich. Bisher sind bestehende Unterschiede zwischen den genannten Datenbanken in Bezug auf den Grad der Abdeckung von wissenschaftlichen Veröffentlichungen und die Zuverlässigkeit der enthaltenen Daten noch immer nicht vollständig erforscht.
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