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Studie sieht geringe Nachrichtenkompetenz in der deutschen Bevölkerung

Datum: 21. April 2021
Autor: Erwin König
Kategorien: Studien

Sie scheinen immer und überall zu sein, die Falschinformationen, die Desinformation, die Verschwörungstheorien und weitere Spielarten des Phänomens „Fake News“. Durch die aktuelle Corona-Pandemie und auch durch die in vielen Ländern zu beobachtende politische Polarisierung hat sich dieser Trend in den letzten Jahren erheblich beschleunigt und in der Gesellschaft festgesetzt. Ihren nicht unerheblichen Anteil zu diesem Phänomen haben ohne Frage die sozialen Medien beigetragen, die es jedem erlauben, mehr oder weniger jeden Unsinn um die Welt zu jagen, der ihm oder ihr gerade einfällt. Inzwischen wurden diese Fake News wissenschaftlich schon sehr gut erklärt, mit diversen psychologischen und technischen Effekten wie Dunning-Kruger, Echokammern, Filterblasen etc. Unbeantwortet bleibt jedoch die Frage, wie gut die deutsche Bevölkerung in der Lage ist, solche fragwürdigen Informationen zu erkennen. Und wissen die Deutschen, wie solcher Informationsmüll entsteht und produziert wird? Sind die Deutschen also besonders nachrichtenkompetent oder eher nicht? Eine aktuelle Studie des Think Tanks „Stiftung Neue Verantwortung“ zeichnet ein eher ernüchterndes Bild über den Umgang und die Bewertung digitaler Medien besonders im Internet durch die deutsche Bevölkerung. Außer einigen Grundkenntnissen ist hier kaum entsprechende Nachrichtenkompetenz vorhanden. Auf den Punkt gebracht: Ein großer Teil der Bevölkerung ist schlicht nicht in der Lage, eine ziemlich offensichtliche Falschinformation zu erkennen, da nicht einmal grundlegende Überprüfungen von Inhalten auf ihre Glaubwürdigkeit, Quellen oder Interessenskonflikten vorgenommen werden.

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