KI-generierte Texte und Inhalte: zwischen Chance und Gefahren
Datum: 30. Januar 2023
Autor: Erwin König
Kategorien: Trends

Bis vor Kurzem war Künstliche Intelligenz (KI) für die breite Öffentlichkeit trotz der intensiven Medienberichterstattung etwas wenig Greifbares. Innerhalb weniger Monate dürfte sich das aber schlagartig verändert haben. Zuerst tauchten auf KI-basierende Bildgeneratoren wie DALL-E auf, die durch ihre Leistungsfähigkeit in der Lage sind, beeindruckende Kunstwerke zu schaffen, die man bis dahin nur „echten“ Künstlerinnen und Künstlern zugetraut hätte. Auch die bisher von KI-generierten Texte („Sprach-KI“) haben bis vor Kurzem kaum für Aufregung gesorgt, da solche Inhalte leicht erkennbar waren. Die Veröffentlichung großer Sprachmodelle wie ChatGPT von OpenAI haben dies in den letzten Wochen aber schlagartig geändert und für einen wahren Medienhype gesorgt. ChatGPT kann derzeit frei genutzt werden und erzeugt Texte, die den von Menschen geschriebenen ähnlich sind. Dadurch wurde die Leistungsfähigkeit solcher KI-Programme den Menschen unmittelbar vor Augen geführt, was umgehend auch viele mahnende und kritische Stimmen auf den Plan rief. Nicht wenige befürchten schon das Ende des Schulaufsatzes oder auch der Haus- und Abschlussarbeiten im Studium. Sogar die Nutzung von KI zur automatisierten Erstellung von wissenschaftlichen Fachartikeln scheint in den Bereich des Möglichen gerückt zu sein. Und selbst Googles bislang unangreifbares Quasi-Monopol auf Suchmaschinen scheint durch ChatGPT ins Wanken zu geraten. Konkurrent Microsoft hat zu Jahresbeginn angekündigt ChatGPT in seine Suchmaschine Bing zu integrieren, um bessere, d. h. relevantere Suchergebnisse anzuzeigen. Stehen wir also wirklich unmittelbar vor der schon vor einigen Jahren angekündigten Revolution in Wirtschaft und Bildung und verliert Google sogar seine Vormachtstellung bei der Internetsuche?

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