Bibliotheken und ihre Reaktionen auf COVID-19
Datum: 2. Juli 2020
Autor: Erwin König
Kategorien: Studien

Die Corona-Krise ist trotz der derzeitigen Lockerungen noch längst nicht abgehakt und überstanden. Sie hat aber schon jetzt offenbart, dass die Menschheit auf solche globalen und unerwarteten Bedrohungen nur unzureichend vorbereitet ist. Auch Bibliotheken mussten und müssen in diesen Zeiten schnell und kreativ reagieren, um die Nutzung ihrer Dienste zumindest teilweise zu ermöglichen. Das ist zugegebenermaßen – wie die diversen Fach- und Pressebeiträge in den letzten Wochen zeigen – gut gelungen. Eine Studie der American Library Association (ALA) hat den Sachverhalt etwas genauer analysiert, um die bisher ergriffenen Maßnahmen im Zusammenhang mit COVID-19 zu identifizieren. In Deutschland sind inzwischen die meisten Bibliotheken zumindest teilweise wieder geöffnet worden. In den USA, wo von politischer Seite erst spät auf die Pandemie reagiert wurde, ist das noch nicht überall so. Generell lässt sich aber sagen, dass sich die getroffenen Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus zwischen den Bibliotheken jenseits des Atlantiks und hierzulande nicht wesentlich unterscheiden. Diesen Schluss lässt zumindest eine zweite aktuelle Untersuchung durch die National Authorities on Public Libraries in Europe (NAPLE) zu, die sich mit dem Vorgehen Öffentlicher Bibliotheken in Europa beschäftigt hat. Vielleicht noch wichtiger als die Frage nach den ergriffenen Maßnahmen ist die Frage, welche langfristigen Auswirkungen sich möglicherweise durch die Pandemie ergeben.

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