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Warum Bibliotheken im Zeitalter von KI wichtiger werden und mit einem Vertrauensparadox zu kämpfen haben

Datum: 7. Mai 2026
Autor: Erwin König

Das Editorial von Riley D. Lankes, Margo Gustina und R. David Lankes in „Public Library Quarterly“ kreist um eine Entwicklung, die auf den ersten Blick widersprüchlich wirkt. In den USA ist das Vertrauen in staatliche Institutionen seit Jahrzehnten rückläufig. Bibliotheken hingegen werden weiterhin als glaubwürdig, verlässlich und gemeinwohlorientiert wahrgenommen. Nach Ansicht der Autorinnen und Autoren verschärft generative KI diese Schieflage noch, weil sie nicht nur Informationsprozesse verändert, sondern auch das Vertrauen in öffentliche Wirklichkeit angreift. Der Text setzt damit bei einer grundlegenden gesellschaftlichen Frage an: Was geschieht mit einer Demokratie, wenn immer weniger Menschen davon überzeugt sind, dass Institutionen verlässlich arbeiten, und wenn zugleich digitale Technologien die Unterscheidung zwischen echt und unecht erschweren? Die Antwort des Beitrags fällt klar aus. Bibliotheken könnten in dieser Lage wichtiger werden als je zuvor. 

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