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Kategorie

Wissenschaftliches Publizieren

Wie Verlage und Plattformen mit KI gegen Paper Mills vorgehen

Die Qualitätssicherung wissenschaftlicher Veröffentlichungen steht unter Druck. Immer mehr Manuskripte, sinkende Begutachtungskapazitäten und eine wachsende Zahl betrügerischer Einreichungen bringen das klassische Peer-Review-System an seine Grenzen. Besonders dramatisch wurde das Ausmaß im Jahr 2023 deutlich, als der Verlag Hindawi, eine Tochter von Wiley, mehr als 8000 Artikel zurückziehen musste, die aus sogenannten Paper Mills stammten. Diese inoffiziellen Netzwerke produzieren gefälschte...

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Cambridge-Report fordert neue Ansätze für ein nachhaltiges Open-Research-Ökosystem

Ein aktueller Bericht von Cambridge University Press zieht Bilanz zum globalen Open-Access-Fortschritt: Die Öffnung der Wissenschaft hat zwar den Zugang zu Forschung deutlich verbessert, die Sichtbarkeit erhöht und den gesellschaftlichen Impact gesteigert, doch trotz mittlerweile über 50 Prozent frei zugänglicher Forschungsartikel bleiben zentrale Probleme ungelöst. Vor allem im Bereich der Buchveröffentlichungen fehlt es noch immer an einem tragfähigen und skalierbaren Geschäftsmodell. Auch...

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Wissenschaftsgeleitet, offen, souverän: Die Allianz der Wissenschaftsorganisationen setzt den Rahmen für Publizieren 2026 bis 2030

Die Allianz der Wissenschaftsorganisationen legt mit ihrer Strategie für 2026 bis 2030 fest, wie sich das wissenschaftliche Publizieren in Deutschland weiterentwickeln soll. Ziel ist ein offenes, effizientes und qualitätsgesichertes System, das Forschungsergebnisse schneller in Wissenschaft, Gesellschaft, Wirtschaft und Politik bringt. Nach der Open-Access-Strategie 2021 bis 2025 richtet sich der Blick nun breiter auf das gesamte Publikationsökosystem: von neuen Formaten über Verhandlungen mit...

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JSTOR: vom digitalen Archiv zur Innovationsplattform

Was 1994 mit einer Anschubfinanzierung der Mellon Foundation begann, hat sich in drei Jahrzehnten zu einem zentralen Akteur im wissenschaftlichen Publikationswesen entwickelt: JSTOR. Die Non-Profit-Organisation, heute Teil von Ithaka Harbors, gilt für mehr als 14.000 Bibliotheken weltweit als unverzichtbare Quelle für qualitativ geprüfte Forschungsliteratur. Mit über 2.800 archivierten Zeitschriften und jährlich mehr als 120 Millionen Suchanfragen bietet JSTOR einen Gegenpol zu fragwürdigen...

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Zwischen Innovation und Urheberrecht: Herausforderungen beim Einsatz von ChatGPT im wissenschaftlichen Publizieren

Die Nutzung von ChatGPT im wissenschaftlichen Publizieren wirft zentrale Fragen auf. Wer gilt als Urheber:in von KI-generierten Texten? Wie lassen sich Zitation, Vermeidung von Plagiaten und Urheberrecht sicherstellen? Wenli Gao, Guoying Liu, Michael Bailou Huang und Hong Yao analysieren in der aktuellen Ausgabe des „International Journal of Librarianship” die Richtlinien bibliotheks- und informationswissenschaftlicher Zeitschriften zum Einsatz generativer KI. Ihr Beitrag zeigt, wie notwendig...

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Mehr Transparenz in der Wissenschaft: Nature veröffentlicht künftig standardmäßig Peer-Review-Berichte

Die Fachzeitschrift Nature will offenbar mehr Licht in die „Black Box“ der Wissenschaft bringen. Ab sofort werden bei allen veröffentlichten Artikeln automatisch die dazugehörigen Peer-Review-Berichte sowie die Antworten der Autor:innen öffentlich zugänglich gemacht. Seit 2020 war die Veröffentlichung dieser Dateien nur optional.  Mit diesem Schritt wolle man, so ein Editorial der Zeitschrift, die Transparenz im wissenschaftlichen Publikationsprozess erhöhen und damit auch das...

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Springer Nature spendet KI-Werkzeug „Geppetto“ an die Verlagsbranche zur Bekämpfung betrügerischer Einreichungen

Der Wissenschaftsverlag Springer Nature hat sein hauseigenes KI-Erkennungstool „Geppetto“ der gesamten Verlagsbranche zur Verfügung gestellt, um dem zunehmenden Missbrauch durch KI-generierte Betrugsmanuskripte entgegenzuwirken. Nach erfolgreichem Einsatz innerhalb des eigenen Zeitschriften- und Buchportfolios wird das Tool nun in den STM Integrity Hub integriert, eine branchenweite Initiative, die sich der Wahrung der Publikationsintegrität verschrieben hat. Dies berichtet u. a. „The...

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Ungenutztes Potenzial oder riskanter Trend? Verdeckte KI-Nutzung in wissenschaftlichen Veröffentlichungen

Seit generative KI-Tools wie ChatGPT von OpenAI breit zur Verfügung stehen, nutzen Forschende diese zunehmend im Schreibprozess. Doch eine aktuelle Studie von 500 dokumentierten Fällen zeigt: Die nicht deklarierte Nutzung solcher KI-Tools ist ein weit verbreitetes Problem, das sogar renommierte Fachzeitschriften und Konferenzen betrifft.  Auffällig ist, dass gerade hochrangige Journals mit hohen Zitationsmetriken und hohen Publikationsgebühren betroffen sind – also jene, die über die...

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Forscher warnen vor vereinfachter Kategorisierung von Diamond Open Access

Eine Gruppe von Wissenschaftlern um Marc-André Simard von der Université de Montréal hat in einem kürzlich veröffentlichten Artikel in der Zeitschrift Quantitative Science Studies auf Probleme bei der Identifizierung und Kategorisierung von sogenannten Diamond Open Access (OA) Zeitschriften hingewiesen. Diamond OA bezeichnet ein Publikationsmodell, bei dem weder Leser noch Autoren Gebühren zahlen müssen. Dieses Modell gewinnt zunehmend an Bedeutung in der Open-Access-Bewegung, da es...

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Open Access killed the Journal Star?

Zwei Jahrzehnte nach der Einführung des Open-Access-Publizierens bleibt dessen Einfluss ein zentrales Thema im wissenschaftlichen Diskurs. Eine neue Studie untersucht, wie Open Access den traditionellen Abonnementmarkt beeinflusst und analysiert die Marktmacht von Gold-Zeitschriften im Vergleich zu Hybrid- und Closed-Access-Zeitschriften. Die Ergebnisse zeigen, dass vollständige Open-Access-Anwender die Marktmacht etablierter Unternehmen herausfordern, während Hybrid-Zeitschriften diese...

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