In einer Pressemitteilung auf der Unternehmenswebsite kündigt der Wissenschaftsverlag Wiley die Übernahme des britischen Fachverlags Emerald Publishing für 452 Millionen US-Dollar an. Mit dem Zukauf erweitert Wiley sein Portfolio erheblich und stärkt zugleich seine Position im Markt für wissenschaftliche Inhalte und KI-gestützte Wissensdienste. Die Übernahme vergrößert Wileys Zeitschriftenportfolio auf rund 2.500 Titel. Besonders stark wächst das Unternehmen in den Bereichen...
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Wissenschaftliches Publizieren
Erfundene Quellen
Eine Studie von Maxim Topaz, Nir Roguin, Pallavi Gupta, Zhihong Zhang und Laura-Maria Peltonen, veröffentlicht in „The Lancet“, hat mehr als 4.000 erfundene Literaturangaben in biomedizinischen Fachartikeln identifiziert. Parallel berichtet die Columbia University School of Nursing über einen drastischen Anstieg solcher Fake-Zitate seit dem Aufkommen generativer KI. Die Ergebnisse werfen ein Schlaglicht auf ein Problem, das weit über einzelne Fehler in Literaturverzeichnissen hinausgeht und...
Erfundene Quellen – wie KI-Zitationen die Wissenschaft unter Druck setzen
Miryam Naddaf und Elizabeth Quill zeigen in „Nature“, dass halluzinierte Literaturangaben längst kein Randproblem mehr sind. Immer mehr wissenschaftliche Veröffentlichungen enthalten demnach Referenzen auf Arbeiten, die gar nicht existieren oder nur in verfälschter Form zitiert werden. Für die Forschung ist das mehr als ein redaktioneller Makel, denn fehlerhafte Quellen untergraben Nachvollziehbarkeit, Vertrauen und wissenschaftliche Integrität. Die Autorinnen beschreiben ein Problem, das mit...
Wie Verlage und Plattformen mit KI gegen Paper Mills vorgehen
Die Qualitätssicherung wissenschaftlicher Veröffentlichungen steht unter Druck. Immer mehr Manuskripte, sinkende Begutachtungskapazitäten und eine wachsende Zahl betrügerischer Einreichungen bringen das klassische Peer-Review-System an seine Grenzen. Besonders dramatisch wurde das Ausmaß im Jahr 2023 deutlich, als der Verlag Hindawi, eine Tochter von Wiley, mehr als 8000 Artikel zurückziehen musste, die aus sogenannten Paper Mills stammten. Diese inoffiziellen Netzwerke produzieren gefälschte...
Cambridge-Report fordert neue Ansätze für ein nachhaltiges Open-Research-Ökosystem
Ein aktueller Bericht von Cambridge University Press zieht Bilanz zum globalen Open-Access-Fortschritt: Die Öffnung der Wissenschaft hat zwar den Zugang zu Forschung deutlich verbessert, die Sichtbarkeit erhöht und den gesellschaftlichen Impact gesteigert, doch trotz mittlerweile über 50 Prozent frei zugänglicher Forschungsartikel bleiben zentrale Probleme ungelöst. Vor allem im Bereich der Buchveröffentlichungen fehlt es noch immer an einem tragfähigen und skalierbaren Geschäftsmodell. Auch...
Wissenschaftsgeleitet, offen, souverän: Die Allianz der Wissenschaftsorganisationen setzt den Rahmen für Publizieren 2026 bis 2030
Die Allianz der Wissenschaftsorganisationen legt mit ihrer Strategie für 2026 bis 2030 fest, wie sich das wissenschaftliche Publizieren in Deutschland weiterentwickeln soll. Ziel ist ein offenes, effizientes und qualitätsgesichertes System, das Forschungsergebnisse schneller in Wissenschaft, Gesellschaft, Wirtschaft und Politik bringt. Nach der Open-Access-Strategie 2021 bis 2025 richtet sich der Blick nun breiter auf das gesamte Publikationsökosystem: von neuen Formaten über Verhandlungen mit...
JSTOR: vom digitalen Archiv zur Innovationsplattform
Was 1994 mit einer Anschubfinanzierung der Mellon Foundation begann, hat sich in drei Jahrzehnten zu einem zentralen Akteur im wissenschaftlichen Publikationswesen entwickelt: JSTOR. Die Non-Profit-Organisation, heute Teil von Ithaka Harbors, gilt für mehr als 14.000 Bibliotheken weltweit als unverzichtbare Quelle für qualitativ geprüfte Forschungsliteratur. Mit über 2.800 archivierten Zeitschriften und jährlich mehr als 120 Millionen Suchanfragen bietet JSTOR einen Gegenpol zu fragwürdigen...
Zwischen Innovation und Urheberrecht: Herausforderungen beim Einsatz von ChatGPT im wissenschaftlichen Publizieren
Die Nutzung von ChatGPT im wissenschaftlichen Publizieren wirft zentrale Fragen auf. Wer gilt als Urheber:in von KI-generierten Texten? Wie lassen sich Zitation, Vermeidung von Plagiaten und Urheberrecht sicherstellen? Wenli Gao, Guoying Liu, Michael Bailou Huang und Hong Yao analysieren in der aktuellen Ausgabe des „International Journal of Librarianship” die Richtlinien bibliotheks- und informationswissenschaftlicher Zeitschriften zum Einsatz generativer KI. Ihr Beitrag zeigt, wie notwendig...
Mehr Transparenz in der Wissenschaft: Nature veröffentlicht künftig standardmäßig Peer-Review-Berichte
Die Fachzeitschrift Nature will offenbar mehr Licht in die „Black Box“ der Wissenschaft bringen. Ab sofort werden bei allen veröffentlichten Artikeln automatisch die dazugehörigen Peer-Review-Berichte sowie die Antworten der Autor:innen öffentlich zugänglich gemacht. Seit 2020 war die Veröffentlichung dieser Dateien nur optional. Mit diesem Schritt wolle man, so ein Editorial der Zeitschrift, die Transparenz im wissenschaftlichen Publikationsprozess erhöhen und damit auch das...
Springer Nature spendet KI-Werkzeug „Geppetto“ an die Verlagsbranche zur Bekämpfung betrügerischer Einreichungen
Der Wissenschaftsverlag Springer Nature hat sein hauseigenes KI-Erkennungstool „Geppetto“ der gesamten Verlagsbranche zur Verfügung gestellt, um dem zunehmenden Missbrauch durch KI-generierte Betrugsmanuskripte entgegenzuwirken. Nach erfolgreichem Einsatz innerhalb des eigenen Zeitschriften- und Buchportfolios wird das Tool nun in den STM Integrity Hub integriert, eine branchenweite Initiative, die sich der Wahrung der Publikationsintegrität verschrieben hat. Dies berichtet u. a. „The...


