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Sind Amazon-Rezensionen ein Ersatz für klassische Rezensionsquellen?

Datum: 4. Mai 2017
Autor: Erwin König
Kategorien: Fachartikel

In der letzten Ausgabe von Library Essentials (2017, Nr. 2, S. 14-16) haben wir eine Studie vorgestellt, die sich mit einem Vergleich zwischen klassischen bibliographischen Datenbanken und Suchmaschinen für ihre Eignung als wissenschaftliche Recherchetools beschäftigt hat. In dieser Ausgabe gibt es einen ähnlichen Vergleich zwischen den Rezensionen auf Amazon.com, und denjenigen aus traditionellen Buchrezensions-Quellen, d.h. relativ neuer Online-Vertreter gegen alte, „langweilige“ Informationsressourcen. Zum Bestandsaufbau nutzen Bibliothekare als Hilfsmittel oft Buchrezensionen. Buchbesprechungen können in diesem Sinne als ein systematisches Evaluierungstool für die Sammlungsentwicklung verstanden werden. Zu diesen klassischen Werkzeugen zählen Periodika wie Book Review Digest, Booklist und Library Journal. Ebenfalls zu der Gruppe der traditionellen Buchrezensionen gehören diejenigen aus renommierten Zeitungen und Zeitschriften wie Observer oder The New Yorker. Gleichzeitig hat die Krise der Zeitungsbranche auch diese Buchbesprechungen in Frage gestellt. Viele gedruckte Publikationen haben in den letzten Jahren diese Rubriken entweder stark gekürzt oder komplett eingestellt. Auf der anderen Seite sind mit dem Siegeszug der Online-Welt neue Angebote in diesem Bereich entstanden. Zu nennen sind hier z.B. Goodreads, LibraryThing und natürlich der größte online Buchhändler der Welt, Amazon. In diesem Beitrag wird untersucht, inwieweit diese neuen Buch-Plattformen in der Lage sind, Konkurrenz zu sein für die klassischen Besprechungsquellen oderdiese gar zu ersetzen.

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