Machen Selbstbedienungsbibliotheken Sinn für die Benutzer?
Datum: 10. Februar 2017
Autor: Erwin König
Kategorien: Fachartikel

Der technologische Fortschritt sowie gesellschaftliche und politische Veränderungen, inklusive eines größeren Budgetdrucks auf Informationseinrichtungen, haben in den letzten Jahren dafür gesorgt, dass das Interesse an Themen wie „Selbstbedienungsdienstleistungen“ und „rund um die Uhr Verfügbarkeit“ in Bibliotheken stark zugenommen hat. Schließlich ist es heute für die internetnutzenden Benutzer selbstverständlich, dass sie zu jeder Tages- und Wochenzeit irgendwo auf der Welt in einem Online-Shop etwas kaufen oder ihre Lieblingsfernsehserie anschauen können. Durch dieses neue Medien- und Konsumverhalten der Nutzer wächst der Druck auf Bibliotheken ebenfalls ähnliche Angebote zu entwickeln. Im südlichen Schweden haben aus diesem Grund eine steigende Anzahl von öffentlichen Bibliotheken begonnen erweiterte Öffnungszeiten anzubieten, zu denen kein Bibliothekspersonal anwesend ist. In diesem Beitrag werden die Erfahrungen mit diesem neuen Angebot analysiert, insbesondere in Bezug auf das Verhältnis zwischen Benutzer und der Rolle der öffentlichen Bibliotheken bei diesem Veränderungsprozess. So betrachtet sind Bibliotheken mit Selbstbedienungszeiten Teil eines übergeordneten gesellschaftlichen Wandels.

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