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Kein Weg zurück: Wikipedia ersetzt klassische Lexika und Enzyklopädien

Datum: 25. April 2018
Autor: Erwin König
Kategorien: Fachartikel

Früher galten dicke Nachschlagewerke in Form von Handbüchern, Lexika, Enzyklopädien etc. so etwas wie die Verkörperung von Bibliotheken oder sie standen für die Intellektualität einer Privatperson in seinem Wohnzimmer. Inzwischen sind die meisten dieser Wälzer nicht mehr in Print-Form oder gar nicht mehr erhältlich. Beispiele für diese Entwicklung sind die Encyclopaedia Britannica, in Deutschland der Brockhaus und aktuell der Fischer Weltalmanach, der mit dem Erscheinen des 60. Bands am 19. September zum letzten Mal erscheint (Quelle: https://derstandard.at/2000077097204/Fischer-Weltalmanach-Ein-Opfer-auf-dem-Altar-der-Verfuegbarkeit). Alle diese einst aufwändigen und von einem meist großen Fachautorenteam verfassten Publikationen finden in unserer Zeit einfach kaum mehr Leser. Auslöser für diese Entwicklung ist selbstverständlich wieder einmal das Internet und in diesem Fall besonders die Online-Enzyklopädie Wikipedia. Ungeklärt bleibt die Frage, wie es mit der Vertrauenswürdigkeit von Wikipedia aussieht. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass diese Frage schon seit geraumer Zeit nur noch sehr selten thematisiert oder untersucht wird. Seit nicht nur Forscher aus dem Bereich des Bibliotheks- und Informationswesens die Waffen gestreckt haben, hat sich diese Diskussion praktisch in Luft aufgelöst. Dies muss gerade in Zeiten von Fake News erstaunen. Wikipedia ist genauso wenig wie Google allein durch langjährige Nutzung automatisch zu einem besseren Informationsmittel geworden. Eine aktuelle Studie untersucht, welch hohes Vertrauen das führende Online-Lexikon gerade bei jüngeren Usern genießt, die als weniger informationskompetent oder kritisch gelten.

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