Ein Cloud-Katalog für alle!
Datum: 2. Dezember 2015
Autor: Erwin König
Kategorien: Fachartikel

In einem aktuellen Beitrag in dem Fachblatt Online-Searcher wird die Idee eines einzigen großen Cloud-Katalogs für alle Bibliotheken in den USA, bzw. später sogar weltweit, skizziert. Die Idee ist dabei nicht ganz neu, d.h. statt vieler einzelner Kataloge einen einzigen Online-Katalog für alle Bibliotheken zu erstellen. Dank Cloud-Technologie ist dies heute prinzipiell technisch möglich. Mangelte es vor ein paar Jahren noch an den ausreichenden Rechnerkapazitäten, rückt die zumindest theoretische Umsetzung dieses gigantischen Projekts in den Bereich des Möglichen. Aber selbst wenn es heute die technischen Voraussetzungen für den Cloud-Katalog für alle Bibliotheken gibt, bleibt die Frage: Ist dies wirklich ein erstrebenswertes Ziel? Welche Vor- und welche Nachteile hätte dieser Universalkatalog für die einzelnen Bibliotheken? Antworten auf diese Fragen versucht der folgende Beitrag zu finden.

Der Autor des Beitrags, Steve Coffman, hat bereits 1999 den Vorschlag für einen einzigen, großen Katalog ins Spiel gebracht. Der Einfluss von Google mit seiner universellen Websuche durfte damals wahrscheinlich Pate für diese Idee gestanden haben. Und zugegeben, dieser Grundgedanke liegt auf der Hand. Schließlich gibt es z.B. in Deutschland seit langen die Verbundkataloge, wo man über eine einheitliche Suchoberfläche die Kataloge von vielen – nicht allen –, verschiedenen Bibliotheken durchsuchen kann. Der Vorschlag von Coffman lautet, einen umfassenden bibliographischen Service aufzubauen und anzubieten, der für alle Webnutzer auf der Welt zugänglich sein soll. Damit sollen alle Titel und von jeder Bibliothek dieser Welt für jeden Menschen auf der Welt abrufbar sein. Nachfolgend wird sein Vorschlag für einen umfassenden bibliographischen Cloud-Katalog skizziert.

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