Demografische Herausforderungen für Bibliotheken
Datum: 28. Juni 2018
Autor: Erwin König
Kategorien: Fachartikel

Wie in Deutschland, gibt es in den USA die Nachkriegsgeneration der sogenannten Baby-Boomer. Zu dieser Generation zählen die in den Jahren von 1946 bis 1964 Geborenen. Kennzeichen dieser Jahrgänge sind ihre hohen Geburtenraten, die deutlich über der Sterberate lagen. In Deutschland zählen die Statistiker die Jahrgänge von 1955 bis 1969 zu den geburtenstarken Jahrgängen, d. h. zu den Baby-Boomern. Als Ursache für den Geburtenrückgang in den folgenden Jahrzehnten wird von vielen Wissenschaftlern der sogenannte Pillenknick angesehen. Es gibt aber durchaus auch andere Begründungen, wie ökonomische und gesellschaftliche Entwicklungen, die viele Frauen in die Erwerbstätigkeit gezogen haben. Unabhängig davon, was nun die tatsächlichen Faktoren für die abnehmenden Geburtenraten in Industrieländern sind, hat die demografische Entwicklung weitreichende Auswirkungen auf Bibliotheken. Die ungünstige Alterspyramide der Bibliotheksmitarbeiter dürfte für wissenschaftliche Bibliotheken nämlich in den nächsten Jahren zu einer großen organisatorischen Herausforderung werden.

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