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Bibliothek 2.0

Wie effektiv sind soziale Medien als Marketing-Tool für Bibliotheken?

Viele Informationseinrichtungen haben in den letzten Jahren begonnen, sich intensiver auf das veränderte Nutzungsverhalten einer neuen Generation an Benutzern einzustellen, um ihre Dienste und Angebote zu vermarkten. Dies umfasst auch die Eröffnung und Unterhaltung eines Accounts auf sozialen Medien-Plattformen. Soziale Medien werden aber auch aus anderen Gründen von den Bibliotheken eingesetzt, z.B. für die Kommunikation mit den Benutzern oder um einfach aktuelle Informationen aus der...

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Auf dem Weg zur Bibliothek 3.0

Im September 2005 wurde der Begriff „Library 2.0“ durch Michael Casey auf seinem LibraryCrunch-Blog zum ersten Mal verwendet. In seinem Blog-Beitrag diskutierte er die Möglichkeit, durch den Einsatz von Web 2.0-Technologien die Bibliotheken zu verbessern. Das Konzept dieser Bibliothek 2.0 fand danach in der Bibliothekswelt sehr schnell Anklang. Dieser Ausdruck steht heute allgemein für die Anwendung von interaktiven, kollaborativen, multimedialen und webbasierten Technologien, die für Bibliotheksdienste und Sammlungen eingesetzt werden. Inzwischen wird in der Bibliotheks- und Informationsfachwelt immer öfter ein neuer Begriff diskutiert, nämlich die Library 3.0. Ist mit dieser Versionserhöhung wirklich ein neuer Entwicklungsschritt in der Geschichte der Informationseinrichtungen verbunden, bzw. worin unterscheidet sich die Bibliothek 3.0 von der Bibliothek 2.0? Oder ist dies nur ein weiterer Hype, um die Fachzeitschriften mit vermeintlich neuem Material zu versorgen?
Bibliotheken sind in den letzten Jahren, wenn nicht Jahrzehnten, immer stärker durch die ablaufenden sozialökonomischen und technologischen Veränderungen einschlägig gelenkt worden. Dieser Wandel wird aktuell mit den Phänomenen der Kollaboration und durch Nutzer erstellte Inhalte („user generated content“) auf ein völlig neues Niveau gehoben. Aber nicht nur das, diese Prozesse laufen auch viel schneller ab, als dies in der Vergangenheit der Fall war. Gleichzeitig versuchen Informationsspezialisten mit diesem Entwicklungstempo mitzuhalten. Deswegen bestimmen heute immer öfter neue Informations- und Kommunikationstechnologien die Entwicklungen der Bibliotheken, indem sie die Art und Weise verändern, wie diese ihre Dienstleistungen für Benutzer anbieten.

Die mit diesem Wandel verbundenen Bezeichnungen wie Bibliothek 2.0, 3.0 oder sogar 4.0 sind inzwischen zum Thema einer Kontroverse geworden. Das sogenannte „Punkt 0“-Etikett will einen neuen, wichtigen Trend suggerieren, ist aber für viele Informationsspezialisten nur mehr eine hohle Phrase ohne jegliche inhaltliche Bedeutung. Diese Art der Versionierung entstammt bekanntlich dem Softwarebereich, wo eine neue Programm-Version eine höhere Nummer erhält. Kleinere Verbesserungen eines Programms („Updates“) werden dort durch kleine Versionssprünge wie von 1.2 auf 1.3 angezeigt. Diese geringen Veränderungen finden auf Basis der existierenden Architektur statt. Beträchtliche Programm-Veränderungen („Upgrades“) werden durch große Versionssprünge dargestellt, eben z.B. von 2.0 auf 3.0. Gleichzeitig soll mit der höheren Versionsnummer auch angedeutet werden, dass die höchste Nummer auch die aktuellsten und besten Weiterentwicklungen enthält. So gesehen ist Bibliothek 4.0 besser als Bibliothek 3.0, und Bibliothek 3.0 besser als …

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Zu den Herausforderungen des Bibliothekswesens in Deutschland

Der vorliegende Artikel nimmt als Ausgangslage die Aussagen von zwei anderen aktuellen Fachbeiträgen, die sich mit dem Konzept der Bibliothek 2.0 und deren Auswirkungen auf das wissenschaftliche Bibliothekswesen in Deutschland beschäftigen. Anhand von verschiedenen Aspekten der Bibliothek 2.0 – Auskunft Informationskompetenz, Katalog, Kommunikation – wird beispielhaft analysiert, was hier möglicherweise auf Informationseinrichtungen zukommt, bzw. was eventuell nicht sonderlich erfolgsversprechend ist.

Ausgehend von der Definition für Bibliothek 2.0 – die hier vereinfachend mit dem Begriff Library 2.0 gleichgesetzt wird – werden zuerst einzelne Teilbereiche des Bibliothek 2.0-Modells diskutiert:

Hier ist vor allem der Katalog 2.0 zu nennen, der den klassischen OPAC mit den Möglichkeiten durch das Web 2.0, wie Bewertungen, Tagging, Social Bookmarks, Rezensionen, RSS-Feeds etc. erweitert. Der Autor weist darauf hin, dass durch die von Informationsspezialisten zuerst selbst entwickelten und auf vorwiegend Open Source-Lösungen basierten Umsetzungen des Katalogs 2.0 die kommerziellen Anbieter praktisch erst gezwungen wurden, ihre heutigen, neuen Discovery Systeme zu entwickeln. Allerdings hat sich in der bibliothekarischen Praxis gezeigt, dass die Nutzer diese neuen Möglichkeiten zur Interaktion nicht in dem gewünschten Umfang einsetzen.
Die Auskunft 2.0 stellt im Prinzip die Antwort der Bibliothekswelt auf neue Informationsangebote im Web, wie „Yahoo! Clever“ oder „Wer weiß was?“, dar. Bei der Umsetzung der …

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Bibliothek 2.0 und andere Dienstleistungsmodelle im Vergleich

Die Fachliteratur zur „Library 2.0“ ist, obwohl auf bibliothekarischen Blogs und Webseiten ein relativ häufig diskutiertes Thema, als eher spärlich zu bezeichnen. Unabhängig davon führt dieses Thema sehr oft und sehr schnell zu hitzigen Debatten unter Informationsspezialisten. Mehrheitlich wird das bestehende Dienstleistungsmodell energisch verteidigt, ohne überhaupt nachzudenken, dass Service-Modelle wie die „Bibliothek 2.0“ und andere auch das eigene, bestehende Modell ergänzen und verbessern könnten. Welche Dienstleistungsmodelle für Bibliotheken überhaupt zur Auswahl stehen und welche Vorteile das Library 2.0-Modell im Vergleich zu diesen anderen Konzepten bietet, wird versucht in diesem Beitrag zu erklären.

Übereinstimmung herrscht in der Bibliotheksfachwelt, dass Bibliothek 2.0 ein Paradigmen-Wechsel im Vergleich zu den konventionellen Modellen bedeutet. Allgemein versteht man unter einem Modell eine Beschreibung bzw. ein Abbild eines komplexen Objekts oder Prozesses. Oft stellen Modelle auch eine vereinfachte Realität dar. Im Folgenden werden verschiedene Bibliotheksdienstleistungsmodelle vorgestellt und erläutert. Zuerst zum Dienstleistungsmodell der Bibliothek 2.0. 2005 wurde der Begriff der Bibliothek 2.0 von Michael Casey in seinem LibraryCrunch-Blog zum ersten Mal eingeführt. Bibliothek 2.0 stellt ein Modell von Bibliotheksdiensten dar, das sich neue Informations- und Kommunikationstechnologien zu Nutze macht, um eine Online-Plattform zu betreiben, die sowohl Usern als auch Informationsspezialisten zu Gute kommt. Cho (2008) hat folgende Merkmale als charakteristisch für das „Bibliothek 2.0“-Modell angesehen:

2.0-Bibliotheken beziehen die Öffentlichkeit mit ein und ändern sich auch entsprechend mit dieser.
Die Bibliotheken berücksichtigen nutzererstellte Inhalte und Dienstleistungen, was die Online-Präsenz der Bibliothek maximiert.
Die Rollen und Funktionen der Informationsspezialisten und der Nutzer sind in dem 2.0-Modell nicht in allen Fällen eindeutig klar definiert und können sich daher stets verändern.
Die 2.0-Bibliotheken erschaffen ein Multimedia-Erlebnis für ihre Benutzer durch Sammlungen und Dienstleistungen, die aus Video- und Audio-Komponenten bestehen.
Die 2.0-Bibliotheken besitzen einen Webauftritt, der die Zwei-Wege-Kommunikation zwischen den Usern und den Bibliotheken fördert.
Das Bibliothek 2.0-Modell setzt im Kern natürlich auf dem Web 2.0 auf. Kurz gesagt konzentriert sich dieses Modell darauf, die Bibliotheksdienstleistungen überall und zu jeder Zeit anzubieten. Es bietet sowohl physische als auch digitale Bestände an.

Nun zu den alternativen Dienstleistungsmodellen …

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