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Benutzerforschung

Welchen Wert Bibliotheken für die amerikanische Bevölkerung haben

Im Gegensatz zu der obigen Studie über die Öffentlichen Bibliothek von Toronto, die den Schwerpunkt mehr auf die ökonomischen Wertbestimmung gelegt hat, hat die unabhängige Internetforschungsorganisation Pew Internet untersucht welchen persönlichen und gesellschaftlichen Wert die US-amerikanischen öffentlichen Bibliotheken heute für die Einwohner der USA besitzen. Für diese Studie wurden gesamthaft 6.224 US-Amerikaner älter als 15 Jahre mittels einer Telefonumfrage befragt. Die Befragung...

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Fallstudie zu QR-Codes

Informationseinrichtungen, wie Bibliotheken und Museen, setzen verstärkt mobile Technologien ein, um ihren Besuchern bessere und zeitgemäßere Dienste anbieten zu können. Zu diesen neuen Mobiltechnologien zählen auch die sehr beliebten QR-Codes (englisch für „Quick Response“– deutsch „schnelle Antwort“). Allerdings gibt es bisher nur wenige Informationen, wie diese QR-Codes von Bibliotheksbenutzern angenommen und genutzt werden. Nur wenn solche Erkenntnisse vorliegen, ist es möglich, die erfolgreiche Einführung der QR-Codes in einem Bibliotheksumfeld zielgerichtet und erfolgreich umzusetzen. In diesem Beitrag wird eine Fallstudie vorgestellt, die die Einstellungen von Bibliotheksmitarbeitern und Benutzern an der Ryerson Universitätsbibliothek sowie dem Museum of Inuit Art in Toronto, Kanada, untersucht. Neben der Beobachtung von Besuchern in den Institutionen wurden auch vertiefende Interviews mit Mitarbeitern und Nutzern geführt, um Daten zu Nutzung, Wissen, Reaktionen und Erwartungen bezüglich der QR-Codes zu erhalten.
Ohne Zweifel haben sich kabellose Technologien und Geräte, und hier besondere das Mobiltelefon, praktisch flächendeckend in Beruf und Freizeit durchgesetzt. So besitzen 85% der US-Amerikaner inzwischen ein Handy und 45% ein Smartphone. Die Entwicklung in Kanada bewegt sich dabei auf einem ähnlichen Niveau wie in den USA. Eine beliebte Anwendung für solche Mobiltelefone ist die Nutzung von QR-Codes. Mit diesen zweidimensionalen Strichcodes können mittels der Kamera eines mobilen Endgeräts die in diesem zweidimensionalen Barcode enthaltenen Informationen gescannt, gespeichert und weiterverarbeitet werden. Weiterhin wird eine Reader-Software benötigt sowie in den meisten Fällen auch ein Internet-Zugang. Der User erhält dadurch Zugriff auf eine breite Palette an Informationen wie Textinformationen, Telefonnummern oder auch weiterführende Links (URLs). Obwohl die QR-Codes schon 1994 entwickelt worden sind, hat sich die Nutzung dieser Barcodes in der kanadischen Bevölkerung erst in den letzten Jahren stärker durchgesetzt. Eine aktuelle Studie des Marktforschungsunternehmen comScore hat ergeben, dass 16,1% der kanadischen Smartphone-Besitzer QR-Codes verwenden Zum Vergleich: In den USA liegt dieser Wert bei 20,1% und in Deutschland bei 18,6%.

Mit der vorliegenden Studie sollen folgende Fragen beantwortet werden:

Inwieweit sind QR-Codes für einen Einsatz in Bibliotheken und Museen geeignet?
Wie reagieren die Besucher dieser Einrichtungen auf die QR-Codes?
Welche Erwartungen haben die Benutzer bezüglich des Einsatzes solcher QR-Codes in diesen Institutionen?
Warum nutzen Bibliotheken und Museen QR-Codes?
Die Ryerson University und das Museum of Inuit Art bieten an verschiedenen Stellen in …

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Suchwerkzeuge für Fachliteratur im Vergleich

Ohne jeden Zweifel hat die Suchmaschine Google die Art, wie wir nach Informationen suchen, in den letzten 10 bis 15 Jahren nachhaltig verändert und bestimmt. Nicht nur die unzähligen Fachartikel aus dem Bibliotheks- und Informationswesen zu der Suchmaschine zeugen von diesem gewaltigen Einfluss auf unser Informationsverhalten. Auf eine kurze Formel gebracht, erwarten heute selbst Informationsspezialisten, genau wie ihre Benutzer, dass eine Recherche auch in den Bibliotheksdatenbanken – wie in Google – schnell, einfach und über alle Informationsquellen hinweg erfolgt. Ausdrücke, die in diesem Zusammenhang immer wieder fallen, sind „ein einziger Einstiegspunkt“ oder „ein Google ähnliches Interface“. An der Übertragung dieses Ansatzes in die Bibliothekswelt arbeiten Informationsspezialisten und die Anbieter solcher Google-ähnlichen Systeme schon lange. Wissenschaftliche Bibliotheken wollen so ihre mit viel Geld und Aufwand betriebenen Datenbanken und Bibliotheksressourcen den Studenten und Forschern „schmackhaft“ machen. Der aktuellste Versuch in dieser Richtung sind die sogenannten Discovery-Tools. Im Folgenden wird mittels einer Studie untersucht, wie diese Systeme im Vergleich zu kostenfreien Werkzeugen wie Google Scholar sowie anderen Bibliothekssystemen bezüglich ihrer Sucheffizienz abschneiden.

Beteiligt an dieser Untersuchung sind die wissenschaftlichen Bibliotheken der Illinois Wesleyan University (IWU), die den EBSCO Discovery Service (EDS) einsetzt, sowie die Bucknell University, die auf den Summon Discovery Service von Serial Solutions setzt. Grundsätzlich soll mit dieser Arbeit aber nicht nur die Leistungsfähigkeit dieser Werkzeuge ermittelt, sondern allgemein der Rechercheprozess von Studenten erforscht werden. Dies ist wichtig, um noch unbekannte Informationsbedürfnisse der Benutzer sowie mögliche Verbesserungen bei den Anleitungen zu finden. Zuerst aber ein kleiner historischer Rückblick auf die Entwicklung von Suchwerkzeugen für den akademischen Bereich.

In den frühen 2000er-Jahren kamen die sogenannte Federated Search-Werkzeuge auf den Markt, die man als ersten Versuch von Informationsspezialisten ansehen kann, mit Google in den direkten Wettbewerb zu treten. Mit der föderierten Suche sollte es ermöglicht werden, mittels einer einzigen Suchanfrage parallel in verschiedenen Datenbanken zu suchen. Die Grenzen dieser Systeme wurden aber schnell offensichtlich. Dazu zählen u.a. die im Vergleich zu Google extrem langen Antwortzeiten, komplizierte Schnittstellen sowie verwirrende Suchergebnislisten. Als ein schwerwiegendes, aktuelles Problem bei dem Einsatz dieser Suchwerkzeuge hat sich herausgestellt, dass sie nicht kompatibel mit Smartphones und anderen mobilen Endgeräten sind.

Mit Google Scholar hat Google selbst eine Möglichkeit angeboten, nach wissenschaftlichen Informationen zu recherchieren. Diese akademische Suchmaschine wurde 2004 lanciert. Sie bietet Usern eine einfache Suchmöglichkeit, im Web nach wissenschaftlicher Fachliteratur zu suchen. Über ein einziges Suchformular kann nach Büchern, Fachartikeln, Abstracts, Kommentaren oder Doktor- und Diplomarbeiten gesucht werden. Berücksichtigt werden für diese Anfragen die Angebote von Verlagen, Berufsvereinigungen, Online-Repositorien, Universitäten und anderen Websites. Nicht verwunderlich haben in den letzten Jahren einige Bibliotheken sich dazu entschlossen, ihre Linkresolver für den Zugang zu elektronischen Volltexten mit Google Scholar zu verbinden. In der Fachliteratur ist aber auch an diesem Suchtool …

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Silver Surfer in sozialen Netzwerken auf dem Vormarsch

Das Pew Research Center's Internet & American Life Project untersucht seit 2005 das Nutzungsverhalten von Erwachsenen auf sozialen Netzwerk-Seiten. Beobachtet wurde in diesem Zeitraum eine beachtliche Zunahme. Laut der neusten Untersuchung von Pew nutzen bereits 72% der erwachsenen Onliner in den USA soziale Netzwerke. Obwohl prozentual gesehen noch immer deutlich mehr Jugendliche soziale Netzwerke nutzen, fällt vor allem die stark steigende Anzahl bei den über 65-Jährigen auf. In den...

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Studie zum Informationsverhalten im Internet

Die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) hat nach 2009 und 2011 die 3. Ausgabe ihrer Studie „Relevanz der Medien für die Meinungsbildung“ veröffentlicht. Durchgeführt wurde die repräsentative Umfrage von TNS Infratest im Frühjahr 2013, wobei mehr als 3.000 Personen zu ihren bevorzugten Informationsquellen befragt wurden. Dabei wurde festgestellt, dass vor allem jüngere Leute in Deutschland das soziale Netzwerk Facebook als ihre wichtigste Quelle bezeichnen, wenn es um die Meinungsbildung zu Zeitgeschehen, Politik, Wirtschaft und Kultur geht. Über alle Altersklassen hinweg sind aber (noch) die Suchmaschinen, und im besonderen Google, die erste Anlaufstelle im Internet, wenn es um die Suche nach Informationen geht.

Für die Untersuchung wurden die Medientypen Fernsehen, Radio, Internet, Tageszeitungen sowie Zeitschriften, Nachrichtenmagazine oder Wochenzeitungen berücksichtigt. Als Untersuchungsmethode wurde eine Telefonbefragung (Kombination aus Mobil- und Festnetz-Anschlüssen) eingesetzt.

Hier einige Auszüge aus dieser Studie:

Das Fernsehen als immer noch meistgenutzter Informationskanal hat im Vergleich zu 2009 (62,4%) und 2011 (73,9%) in der aktuellen Untersuchungsreihe mit 59,9% deutlich an Zuspruch verloren. Ebenfalls gegenüber den zwei vorherigen Erhebungen verloren hat die Tageszeitung (2009: 41,7%, 2011: 42,7%, 2013: 36,6%).
Demgegenüber haben Radio (2009: 47,3%, 2011: 53,2%, 2013: 49,9%) und Internet (2009: 19,2%, 2011: 25,8%, 2013: 24,7%) eher zugelegt. Ein konstanter positiver Trend ist aber auch bei diesen beiden Medien nur bedingt beobachtbar, weil im Vergleich zu 2011 auch bei diesen Medien ein Rückgang zu verzeichnen ist, aber gegenüber …

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Mobiltechnologie als Herausforderung und Chance für Deutschland

Das mobile Internet sowie die entsprechenden Endgeräte wie Smartphones oder Tablet-PCs setzen auch in Deutschland ihren Siegeszug unentwegt fort. Neueste Zahlen der Arbeitsgemeinschaft Online Forschung e.V. (AGOF) belegen, dass Mobile für die Nutzer in Deutschland immer relevanter wird. Auf der anderen Seite stellt diese Entwicklung auch einige Herausforderungen bereit. So zeigt eine andere Studie, dass viele Webseiten von Unternehmen immer noch nicht für mobile Internetuser geeignet sind. Die gemeinsame Studie des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW), Google und TNS Infratest hat ergeben, dass mehr als die Hälfte (52%) der untersuchten Seiten nicht für mobile User optimiert sind. Es ist davon auszugehen, dass nicht nur kommerzielle Firmen-Websites von dieser mangelhaften Berücksichtigung kleinerer Displays betroffen sind, sondern auch viele Non-Profit-Organisationen und private Homepages diesem verändernden, immer mobileren Nutzungsverhalten hinterherhinken.

Zuerst die neueste Daten und Fakten zur Nutzung des mobilen Internets in Deutschland von der AGOF:

Von der deutschsprachigen Gesamtbevölkerung ab 14 Jahren (70,21 Mio. Personen) haben 63,33 Mio. Personen ein Handy.
Inzwischen surfen knapp 26 Mio. Deutsche mobil. Dies entspricht 36,9% der …

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Googles erste Suchtrefferseite weiterhin enorm wichtig

Viel ist in den letzten 10+ Jahren über die Relevanz der ersten Suchtrefferseite von Google für die dort gelisteten Websites geschrieben worden. Gleichzeitig ist der Suchalgorithmus von Google in dieser Zeit unzählige Male (siehe http://moz.com/google-algorithm-change) verändert worden. Der US-amerikanische Internetvermarkter Chitika hat nach 2010 zum 2. Mal Daten aus seinem Online- und Werbenetzwerk ausgewertet, um zu untersuchen, ob diese Dominanz der ersten Suchtrefferseite sich inzwischen...

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Nutzungsverhalten und Erwartungen von jungen Bibliotheksbenutzern

In einer neuen Untersuchung im Rahmen ihres langfristigen Untersuchungsprojekts zur Rolle der Bibliotheken für das Leben von Bürgern und Kommunen hat die US-amerikanische Forschungsorganisation Pew Research Center’s Internet & American Life Project das Nutzungsverhalten von jüngeren Amerikanern sowie deren Erwartungen an die Bibliotheken analysiert. Die vorliegenden Studienresultate weisen darauf hin, dass auch bei den 16 bis 29-Jährigen Printpublikationen weiterhin ihre Bedeutung haben....

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Studie: Lesegewohnheiten von Kindern haben sich grundlegend verändert

Eine neue Studie des britischen National Literacy Trust hat die Lesegewohnheiten von knapp 35.000 Kindern im Alter von 8  bis 16 Jahren unter die Lupe genommen und dabei Erstaunliches herausgefunden. Laut den vorliegenden Resultaten lesen diese Jugendliche zum ersten Mal in der Geschichte mehr Inhalte über Computer und andere elektronische Bildschirme, als sie gedruckte Bücher, Zeitschriften, Zeitungen oder Comics lesen. Nachfolgend die wichtigsten Ergebnisse dieser Untersuchung (Anmerkung:...

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Eltern, Kinder und die Bibliothek

Das US-amerikanische Forschungsinstitut PewResearchCenter hat in einer aktuellen Studie untersucht, welche Beziehungen zwischen Eltern, ihren Kindern und Bibliotheken bestehen. Weiterhin untersucht diese Arbeit, ob und welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede es zwischen  der Nutzergruppe der Eltern mit minderjährigen Kindern zu der Gruppe anderer Erwachsener, die aktuell keine minderjährigen Kinder haben, gibt. Eine ähnliche Untersuchung wurde vor einigen Monaten für Deutschland...

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