Quo Vadis, soziale Medien?
Datum: 1. Februar 2021
Autor: Erwin König
Kategorien: Trends

Lange hat es gedauert, aber der gewalttätige Sturm auf das Kapitol in Washington, D.C. am 6. Januar 2021 dürfte wohl das Fass endgültig zum Überlaufen gebracht haben. Die führenden Social-Media-Plattformen, u. a. Facebook, das zum Facebook-Konzern gehörende Instagram sowie der Kurznachrichtendienst Twitter, haben die Reißleine gezogen. Donald Trump ging all seiner beliebtesten Sprachrohre verlustig. Seit dem 8. Januar 2021 sind alle seine Twitter-Accounts, inklusive die seiner Wahlkampfteams, dauerhaft geschlossen worden. Dieses Vorgehen, das auch als Deplatforming bezeichnet wird, wird einerseits kritisiert („Zensur“) und anderseits beklatscht („Verantwortung wahrgenommen“). Leider sind diese zwei Extrem-Pole keine geeignete Ausgangslage für eine sinnvolle Diskussion. Diskutiert werden sollte vielmehr, ob soziale Medien juristisch nicht genauso zu behandeln sind wie „klassische“ Medien. Schließlich informieren sich immer mehr Menschen über diese Netzwerke bzw. beziehen ihre Nachrichten über solche Portale.

...

Um den Artikel in voller Länge lesen zu können, benötigen Sie ein Abo. Jetzt Abo abschließen oder mit bestehendem Konto anmelden!

Mehr zum Thema:

KI-generierte Texte und Inhalte: zwischen Chance und Gefahren

Bis vor Kurzem war Künstliche Intelligenz (KI) für die breite Öffentlichkeit trotz der intensiven Medienberichterstattung etwas wenig Greifbares. Innerhalb weniger Monate dürfte sich das aber schlagartig verändert haben. Zuerst tauchten auf KI-basierende...

Wohin führt Twitters Weg?

In den letzten Wochen hat sich der Kurznachrichtendienst Twitter – der bislang auch von der Wissenschaftscommunity intensiv und gerne genutzt wird – zu einer Art täglicher Seifenoper entwickelt. Allein die Übernahme und dann wieder Nicht-Übernahme und dann doch...

Trends bei der Archivierung von sozialen Medien

Internet- und Webinhalte für die Nachwelt zu dokumentieren und zu bewahren ist bekanntlich eine sehr schwierige und kostspielige Aufgabe. Das hat aber nicht nur technische und finanzielle, sondern auch rechtliche Gründe. Und noch deutlich seltener als Websites werden...

Globale Digital-Trends

Die Menschheit hat kürzlich einen neuen Meilenstein erreicht: Am 15. November 2022 soll die Weltbevölkerung die 8-Milliarden-Grenze übertroffen haben. Die demografische Entwicklung dürfte die digitale Welt in den nächsten Jahren und Jahrzehnten nachhaltig...