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Die Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen nach Corona

Datum: 29. Dezember 2022
Autor: Erwin König
Kategorien: Kurz notiert

Die Corona-Jahre 2020 und 2021 ziehen durch die Einschränkungen des öffentlichen und auch privaten Lebens zahlreiche Folgen nach sich. So hat sich unser Medien- und Freizeitverhalten deutlich hin zu digitalen Kommunikationskanälen verlagert. Wir haben in dieser Zeit wesentlich mehr und länger Medien genutzt. Ferner sind große Teile unseres Arbeits- und Ausbildungslebens digitalisiert worden durch die Nutzung von Videokonferenzen oder auch Fernunterricht und Home-Office. Durch die Lockerung der Maßnahmen kehren wir langsam wieder zu unserem alten Leben zurück. Diverse Untersuchungen zeigen, dass unser Medienkonsum inzwischen wieder etwas rückläufig ist und physische Treffen mit Bekannten und Freunden einen größeren Zeitanteil einnehmen. Die kürzlich publizierte JIM-Studie1 deutet darauf hin, dass diese Entwicklungen auch bei jungen Menschen zu beobachten sind, d. h. eine etwas geringere Internetnutzung und wieder mehr persönliche Treffen mit Freunden sowie der persönliche Besuch von Veranstaltungen. Allerdings sind die jungen Menschen schon wieder mit einer neuen Krise in Form des Ukraine-Kriegs konfrontiert. Mit der vorliegenden JIM-Studie werden Entwicklungen und Trends im Mediennutzungsverhalten der 12- bis 19-Jährigen in dieser von Krisenerfahrungen geprägten Zeit untersucht. Zusätzlich wurde in einer Zusatzuntersuchung auch das Thema „Fake News und Hatespeech“ genauer betrachtet.

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