Die 24/7-Bibliothek
Datum: 3. Dezember 2013
Autor: Erwin König
Kategorien: Fachartikel



Informationseinrichtungen haben in den letzten Jahren einen signifikanten Wandel erfahren. Auslöser sind hier neben technologischen Neuerungen auch die veränderten Bedürfnisse und Wünsche der Nutzer. Ein Beispiel hierfür sind geänderte Öffnungszeiten der Bibliotheken, die teilweise nun rund um die Uhr für ihre Benutzer zugänglich sind. Wissenschaftliche Bibliotheken, die 7 Tage und 24 Stunden am Tag geöffnet haben, sind aktuell aber noch eher die Ausnahme als die Regel. Zudem haben viele Informationseinrichtungen noch keine professionellen Standards bei der Umsetzung von diesem Service entwickelt. Jede Informationseinrichtung, die diesen Schritt wagt, muss verschiedene begleitende Maßnahmen einführen, um zu gewährleisten, dass diese Übergangsphase sowohl sicher als effektiv abläuft. Basierend auf einer qualitativen Untersuchung mittels ausführlichen Interviews von leitenden Informationsspezialisten an fünf verschiedenen wissenschaftlichen Bibliotheken in den USA wird versucht die nötigen Anforderungen und Anpassungsmaßnahmen für eine solche Dienstleistung zu identifizieren. Der folgende Beitrag gibt die wichtigsten Ergebnisse dieser Studie wieder.

Folgende Fragen sollen mit dieser Arbeit u.a. geklärt werden:

Welche Art von Mitarbeitern wird benötigt?
Erreicht der Nachtdienst den vom Tagesdienst gesetzten professionellen Standard?
Welche Sicherheitsmaßnahmen werden benötigt?
Müssen bezüglich des Budgets irgendwelche Herausforderungen bewältigt werden?
Mit welchen Benutzern müssen die Informationseinrichtungen für diese späten Stunden rechnen?
Für was nutzen die Benutzer die Bibliothek während dieser Nachtöffnungszeiten?
Welche unvorhergesehenen Schwierigkeiten gibt es?

Die übergeordnete Frage dieser Untersuchung lautet aber, welche Verfahren sind für eine wissenschaftliche Bibliothek erforderlich, um ein 24-Stunden-Öffnungsmodell erfolgreich zu bewältigen?

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