Wie Teenager heute nach Informationen suchen

Ausgabe 9/2012



Die US-amerikanische Internetforschungsorganisation Pew Internet hat in einer Untersuchung analysiert, wie Teenager in unserer heutigen digitalen Welt nach Informationen recherchieren. Befragt wurden zu diesem Thema aber nicht die jungen Leute selber, sondern mittels einer Online-Umfrage 2.000 Lehrer aus Mittel- und Oberstufen-Schulen in den USA, die ihre Einschätzungen zu diesem Thema bei ihren Schülern wiedergeben.

Nachfolgend einiger der wichtigsten Erkenntnisse aus diesem Bericht:

Etwas mehr als Dreiviertel (77%) der antwortenden Lehrer ist der Meinung, dass die verfügbaren Internet- und Suchwerkzeuge mehrheitlich einen positiven Einfluss auf das Rechercheverhalten ihrer Schüler haben.
Gleichzeitig sehen die Lehrer aber auch eine große Gefahr durch diese neue digitale Informationsversorgung. So sagen 87%, dass diese Tools eine konzentrationsschwache Generation mit einer sehr kurzen Aufmerksamkeitsspanne heranzüchtet. 64% der Lehrer sind zudem der Meinung, dass die heutigen digitalen Technologien diese jungen User mehr ablenken, als ihnen bei der Informationssuche zu helfen.
Praktisch alle Lehrer (99%) stimmen der Aussage zu, dass das Internet heute eine größere Bandbreite an Informationsquellen für ihre Schüler zugänglich macht, als dies früher möglich gewesen wäre.
Allerdings sind die Lehrer nicht gerade von den Recherchefähigkeiten ihrer Schüler überzeugt. Sie sehen nämlich einen Wandel bei der Bedeutung des Begriffs Recherche, der für die Teenager hauptsächlich heute „Googeln“ bedeutet. Früher war die Informationssuche ein eher langsamer Prozess, der in erster Linie durch Neugierde und Entdeckungsfreude angetrieben worden ist. Heute dagegen bedeutet die Recherche für eine jüngere Generation mehrheitlich nur das schnelle Auffinden von Informationsbruchstücken, um eine spezifische Teilaufgabe möglichst schnell zu erfüllen.
So sagen 94% der Lehrer, dass ihre Schüler höchstwahrscheinlich Google oder eine andere Suchmaschine als wichtigstes …

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