Wissensarbeiter erfinden das Rad immer wieder neu
Datum: 24. Mai 2015
Autor: Erwin König
Kategorien: Kurz notiert

Coveo, ein führender Anbieter für Lösungen im Bereich Enterprise Search, hat eine Studie zur Wissensarbeit und Wissensarbeiter unter dem Aspekt der Nachbearbeitung von Wissen veröffentlicht. Die Nach- oder Wiederbearbeitung von bestehenden Erkenntnissen ist ein Grundsatz der Wissensökonomie. Trotzdem haben nur wenige Unternehmen und Organisationen bisher entsprechende Steuermechanismen oder Programme eingerichtet, um dies erfolgreich umsetzen zu können. Möglicherweise basiert dies auch auf der grundlegend falschen Annahme, dass Wissensarbeiter überwiegend mit neuen Aufgaben beschäftigt sind oder neue Herausforderungen lösen müssen. In der Praxis wird von den meisten Unternehmen jedenfalls darauf verzichtet, ihre Mitarbeiter mit entsprechender Weiterbildung auszustatten, damit das bestehende Wissen auf einfache Weise gefunden und wieder verwendet werden kann. Als einzige Hilfe steht den Wissensarbeiter in den meisten Fällen nur einer grundlegende Unternehmenssuche zur Verfügung, die sich aber nicht als effektiv erweist. Vielmehr müsste es das Ziel von Unternehmen sein, praktisch das gesamte vorhandene Wissen und vorhandenen Informationen in einer Organisation wiederzuverwenden, und zwar in personalisierter Form und dort, wo es benötigt wird. Dies hätte einen Multiplikatoreffekt zur Folge, der allgemein die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens erhöht und zu höheren Umsätzen, besseren Produkten und Dienstleistungen sowie kompetenteren Mitarbeitern führt. Wie groß die Versäumnisse der Unternehmen in diesem Bereich sind, versucht die Untersuchung von Coveo aufzuzeigen.

...

Um den Artikel in voller Länge lesen zu können, benötigen Sie ein Abo. Jetzt Abo abschließen oder mit bestehendem Konto anmelden!

Mehr zum Thema:

Demokratie in Gefahr: Passen soziale Medien und Demokratie zusammen?

Mit dem Erfolg von sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter und Co. zeigen sich immer häufiger auch hässliche Nebeneffekte dieser Plattformen. Ursprünglich geschaffen, um Menschen virtuell eine einfache und schnelle Möglichkeit zu geben, sich global miteinander...

Informationsüberlastung wird zu einem gesellschaftlichen Problem

Informationsüberlastung – englisch: Information Overload – wird in der bibliotheks- und informationswissenschaftlichen Fachliteratur schon seit Jahren intensiv und häufig diskutiert. Es handelt sich also um ein Phänomen, das auch unter Zuhilfenahme neuer Technologien...

Akzeptanz von E-Paper steigt

Deutschland ist ein Land, wo das Lesen auf Papier eine hohe Präferenz genießt. Dies gilt nicht nur für Bücher, sondern auch für Zeitschriften und Zeitungen. Während sich E-Books trotz eines Corona „Boosters“ weiterhin schwertun, weist eine aktuelle Studie des...