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Wenn Wissenschaft zum Spiel wird: Eine Taxonomie wissenschaftlicher Manipulation

Datum: 2. September 2025
Autor: Erwin König
Kategorien: Kurz notiert

Manipulation, Verzerrung und gezielte Desinformation werden oft mit sozialen Medien oder politischer Kommunikation in Verbindung gebracht. Weniger im Blick steht, dass auch die Wissenschaft selbst nicht frei von solchen Praktiken ist. Forscher:innen, Institutionen oder ganze Staaten können Prozesse und Strukturen der Wissenschaft strategisch so nutzen, dass Ergebnisse oder deren Wahrnehmung gezielt beeinflusst werden. Diese Eingriffe müssen nicht zwangsläufig gegen formale Regeln verstoßen, sie können jedoch den eigentlichen Zweck von Wissenschaft unterlaufen. Ein aktueller Beitrag in „The Scholarly Kitchen” von Leslie D. McIntosh und Will White schlägt dafür eine systematische Begriffsordnung vor: eine Taxonomie wissenschaftlicher Manipulation. Ziel ist es, beobachtbares Fehlverhalten präzise zu benennen, Muster zu erkennen und Gegenmaßnahmen zu entwickeln. 

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