Urheberrecht: Gut oder böse?
Datum: 24. Mai 2015
Autor: Erwin König
Kategorien: Studien

Basierend auf einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs im September 2014, hat der Bundesgerichtshof aktuell entschieden, dass es Bibliotheken in Deutschland erlaubt ist Bücher ohne Erlaubnis der Verlage zu digitalisieren. In der Verlagswelt ist die Entscheidung erwartungsgemäß auf wenig Verständnis und viel Kritik gestoßen. Unabhängig von diesem für Bibliotheken positiven Urteil, steht die Frage, ob das Urheberrecht allgemein gesehen mehr schadet oder nutzt? Das zum Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) gehörende Tochterunternehmen DIW Econ hat in einer aktuellen Studie untersucht, ob und welchen Einfluss das Urheberrecht auf die Digitalisierung der Musik- und Filmwirtschaft besitzt. Im Besonderen wird der Frage nachgegangen, ob das Urheberrecht Innovationen fördert oder eher behindert. Außerdem wird untersucht ob ein strengerer Urheberrechtsschutz möglicherweise mitverantwortlich ist, dass professionelle Inhalte durch mehr nutzererstellte Inhalte ersetzt oder zumindest ergänzt werden.

...

Um den Artikel in voller Länge lesen zu können, benötigen Sie ein Abo. Jetzt Abo abschließen oder mit bestehendem Konto anmelden!

Mehr zum Thema:

Studie zu Predatory Journals und Konferenzen: kein marginales Thema

In den letzten Jahren ist das Phänomen der sogenannten Predatory Journals in Massenmedien als auch in wissenschaftlichen Fachzeitschriften wiederholt thematisiert worden. Die breitere Berichterstattung konnte allerdings nur wenig daran ändern, dass bisher kaum...

OER als Chance für Wissenschaftliche Bibliotheken

Ohne Frage hat COVID-19 in den letzten knapp zwei Jahren die Bildungslandschaft rund um den Globus verändert. Dies betrifft besonders Hochschuleinrichtungen wie Universitäten, wo ein Großteil der Präsenzveranstaltungen nicht mehr durchgeführt worden konnte. Die...