zum Inhalt springen

Neues Leistungsschutzrecht für Presseverleger steht weiter in der Kritik

Datum: 28. Juni 2018
Autor: Erwin König
Kategorien: Kurz notiert

Seit August 2013, also seit knapp fünf Jahren, ist das neue deutsche Leistungsschutzrecht (LSR) für Presseverleger in Kraft. Gebracht hat es laut eines Beitrags im Spiegel den Verlagen bisher so gut wie gar nichts. Und noch schlimmer, das Gesetz trifft nicht einmal den, den es ursprünglich treffen sollte – Google News –, sondern kleine Unternehmen mit meist innovativen Ideen. Das einst als „Lex Google" eingeführte Gesetz kann man in allen Belangen nur als Fehlschlag bezeichnen. Für die Verlage selbst hat es mehr Kosten als Einnahmen verursacht. Über dem Gesetz hängt zudem das Damoklesschwert eines ausstehenden Urteils des Europäischen Gerichtshofs (EuGH), das im Prinzip darüber entscheiden wird, ob das deutsche Leistungsschutzrecht überhaupt gültig ist. Aber es droht noch weiteres Ungemach: am 20. Juni stimmt der Rechtsausschuss des Europäischen Parlaments über ein europaweites Leistungsschutzrecht für Presseverleger ab.

...

Um den Artikel in voller Länge lesen zu können, benötigen Sie ein Abo. Jetzt Abo abschließen oder mit bestehendem Konto anmelden!

Mehr zum Thema:

Warum Hardcover mehr sind als schöne Schutzumschläge

Eine Debatte im „Guardian“ zeigt, warum Hardcover trotz hoher Preise, ihres Gewichts und ihrer sperrigen Handhabung weiterhin eine wichtige Rolle spielen. Mehrere Leser:innen widersprechen darin einem zuvor erschienenen Beitrag, der für die Abschaffung von Hardcovern...

Lesen auf Papier oder auf dem Bildschirm?

Erik D. Reichle und Lili Yu erklären in ihrem in „The Conversation“ erschienenen Beitrag, warum die Frage nach Papier oder Bildschirm zu kurz greift. Entscheidend sei weniger das Medium selbst als die Frage, ob digitale Geräte konzentriertes Lesen unterstützen oder...

Bibliotheksverbände fordern neue E-Book-Modelle von großen Verlagen

Nathalie op de Beeck berichtet in „Publishers Weekly“ über einen gemeinsamen Appell von fünf Bibliotheksorganisationen aus den USA und Kanada an die großen Publikumsverlage und digitale Plattformanbieter. Die Verbände fordern nachhaltigere Konditionen für Öffentliche...

Was ChatGPT und Ghostwriting über Autorschaft verraten

Emily Hodgson Anderson zeigt in „The Conversation“, dass die aktuelle Aufregung um ChatGPT und akademisches oder professionelles Schreiben auf eine ältere Debatte zurückführt. Der Streit um KI-gestützte Schreibassistenz ist demnach kein völlig neues Problem, sondern...