Leistungs- und Wirkungsmessung mittels Logical Model
Datum: 9. August 2013
Autor: Erwin König
Kategorien: Fachartikel


Informationseinrichtungen haben bekanntlich große Schwierigkeiten, ihre eigene Wirkung und ihren Wert zu bestimmen. Dies ist aber entscheidend, um den diversen Anspruchsgruppen die Relevanz dieser Arbeit plausibel und nachvollziehbar vermitteln zu können. Eine Möglichkeit, dies zu tun, bietet das sogenannte Logical Model an. Dieses kann bei der Evaluierung der Wirkungs- und Leistungsmessung einer Bibliothek helfen, um zielgruppenspezifische Kennzahlen zu erhalten.

Das Evaluationsinstrument „Logisches Modell“ geht auf die Arbeiten von verschiedenen US-amerikanischen Evaluationstheoretikern in den 1960er, 1970er und 1980er-Jahren zurück.

Das Logical Model umfasst dabei folgende hierarchischen Ebenen

Inputs: Beinhaltet die benötigten Einsatzfaktoren, um ein Programm oder Dienst zu erstellen, wie Personal, Geld oder Zeit.
Outputs: Ist das Resultat des Leistungsprozesses, ausgedrückt z.B. in der Anzahl der Publikationen oder der Anzahl an angebotenen Schulungen.
Outcomes: ist der direkte Nutzen für die verschiedenen Zielgruppen, z.B. ein größerer Grad an Zufriedenheit mit einem Informationsangebot oder Veränderungen der vorhandenen Kenntnisse.
Impacts: ist der längerfristige Effekt, der über die Zielgruppen hinausgeht, z.B. gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderungen für die Region oder Kommune, in der die Bibliothek ihren Standort hat
Das Logische Modell basiert dabei auf dem „wenn/dann-Prinzip“, d.h. wenn wir dieses Programm oder jenen Dienst anbieten, dann hat dies eine spezifische Wirkung bzw. wird ein bestimmter Wert erzielt.

Weiterhin muss man sich noch den Unterschied zwischen Benutzer und Stakeholder vor Augen führen, um zielgruppenspezifische Messungen vornehmen zu können. Ein Stakeholder oder ein Entscheidungsträger ist …

Um den Artikel in voller Länge lesen zu können, benötigen Sie ein Abo. Jetzt Abo abschließen oder mit bestehendem Konto anmelden!

Mehr zum Thema:

Welche Folgen hat die Umstellung einer Zeitschrift auf Open Access?

Bekanntermaßen befindet sich das wissenschaftliche Publikationswesen in einem nachhaltigen und weitreichenden Transformationsprozess hin zu Open Access. Fast täglich verkünden Verlage in Pressemitteilungen von Verlagen, man wolle auf die eine oder andere Art die...

Das Informationssuchverhalten in Unternehmen in Zeiten der Pandemie

COVID-19 hat uns länger im Griff, als wir uns das alle wohl vor mehr als einem Jahr vorgestellt haben. Die dadurch entstehenden Herausforderungen betreffen praktisch alle Bereiche unseres Lebens, sowohl im Privaten als auch im Berufs- oder Ausbildungsleben. Eine...

Sind Influencer die neuen Infoprofis?

Durch die Möglichkeiten der Digitalisierung verändert sich unsere Welt rasant. Auch Information Professionals aus Bibliotheken und anderen Informationseinrichtungen haben schon längst erfahren müssen, dass sie nicht mehr unbedingt als bestimmende Autorität...

Offene Forschungsdaten führen zu mehr Zitierungen

Um die Transparenz in der Wissenschaft, d. h. die Überprüfbarkeit und die Reproduzierbarkeit von Arbeiten und deren Ergebnissen zu fördern, verlangen immer mehr Zeitschriften von den Autoren und Autorinnen, dass sie neben ihrem Artikel umgehend auch ihre...