Die Bibliothek als Verlag
Datum: 28. September 2015
Autor: Erwin König
Kategorien: Studien

Früher war bekanntlich alles besser, oder sagen wir zumindest einfacher. Einst haben Verlage ausschließlich Bücher verlegt und Bibliotheken haben diese publizierten Bücher wiederum gesammelt und ausgeliehen. Der digitale Wandel hat in den letzten Jahren jedoch diesen als vermeintlich in Stein gemeißelten Status Quo ins Wanken gebracht. Heute kann jeder ein Verleger sein, und tatsächlich bringen viele Privatpersonen ihre Bücher als sogenannte Selbstverleger über Plattformen wie Amazon oder Books on Demand (BoD) selbst heraus. Gleichzeitig sind Verlage heute nicht mehr nur Unternehmen, die einfach Bücher publizieren. Und ebenso sind Bibliotheken nicht mehr nur Einrichtungen, die die von den Verlagen herausgegebenen Bücher erwerben und verleihen. Inzwischen sind Bibliotheken selbst zu Verlegern geworden. Bei groß angelegten Initiativen wie z.B. Highwire Press oder Project Muse haben Bibliotheken als Geburtshelfer fungiert. Die Frage ist, inwieweit das Publizieren zu einer neuen, zentralen Funktion/Aufgabe für Bibliotheken der Zukunft wird? Die vorliegende Arbeit ist aus einer informellen Diskussionsgruppe am College von Charleston entstanden und widmet sich dem Thema „Bibliotheken als Verleger“.

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