Der Einfluss von Corona auf die Online-Tätigkeiten von Bibliothekarinnen und Bibliothekaren
Datum: 24. Juni 2022
Autor: Erwin König
Kategorien: Fachartikel

Der digitale Wandel in Bibliotheken umfasst wesentlich mehr als die bloße Transformation von Print-Inhalten in E-Zeitschriften, E-Books etc. Digitalisierung bedeutet auch die Möglichkeit, Bibliotheksdienste außerhalb, d. h. standortunabhängig vom physischen Bibliotheksgebäude anzubieten und nutzen zu können. Universitätsbibliotheken nutzen diese Möglichkeiten schon seit vielen Jahren, indem sie verschiedene Online-Formate anbieten oder Dienstleistungen außerhalb des eigenen Campus erbringen. Dies drückt sich aus durch den Wandel vom früheren Konzept einer so genannten Fernunterrichtsbibliothek hin zu dem, was man heute unter einer Online-Bibliothek versteht. Inzwischen umfassen solche Online-Bibliotheksdienste ein breites Spektrum von Aufgaben, die von der Erstellung von Springshare LibGuides, Online-Support für Nutzerinnen und Nutzer bis zur Entwicklung von Sammlungen mit digitalen Materialien reichen. Diese online bezogenen Aufgaben fallen häufig in den Zuständigkeitsbereich von Fachreferentinnen und Fachreferenten, auch wenn sie von einer Reihe von Bibliothekarinnen und Bibliothekaren aus anderen Bereichen unterstützt werden. Ausgangspunkt des nachfolgend vorgestellten Beitrags1 sind die von den Autorinnen und Autoren in den letzten zwei Jahren während der täglichen Arbeit wahrgenommenen Veränderungen bei der Nachfrage nach Online-Diensten und -Sammlungen. Um zu überprüfen, ob es sich hier um einen allgemeinen Trend im Bibliothekswesen handelt, wurde eine Umfrage unter Bibliothekarinnen und Bibliothekaren mit ähnlichen Aufgabengebieten durchgeführt.

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