Text und Data Mining – in Recht, Wissenschaft und Gesellschaft

Ausgabe 4-2018

Am 21. und 22. Juni 2018 findet in Trier eine Tagung zum aktuellen und spannenden Thema Text und Data Mining (TDM) statt. Organisiert wird diese Veranstaltung von der Universität Trier sowie dem dort ansässigen Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften. Neben grundlegenden Einführungen in das TDM stehen auch die mit diesen automatischen Analyseverfahren verbundenen rechtlichen Anforderungen im Mittelpunkt der Veranstaltung. Bei dem Einsatz von TDM können nämlich viele verschiedene Interessen betroffen sein. Dazu zählen Verlage, Datenbankinhaber, Journalisten, Wissenschaftler, Unternehmer und die Allgemeinheit. Andererseits bietet TDM die Möglichkeit, aus den immer schneller werdenden Datenbergen benötigtes Wissen zu extrahieren oder zu generieren. Oder anders ausgedrückt: die heutige Informationsgesellschaft ist dringend auf Algorithmen angewiesen, um mit diesen gigantischen Datenmengen umgehen zu können. Auch Informationsspezialisten werden in den nächsten Jahren nicht darum herumkommen, automatisierte Analyseverfahren einzusetzen, um die Informationsbedürfnisse ihrer Benutzer auch in der Zukunft erfüllen zu können.

Die Tagung bietet u. a. folgende Programmpunkte:

Donnerstag, 21. Juni 2018

  • 14:45 Uhr | Keynote
    Hannes Munzinger, Süddeutsche Zeitung, Redakteur Daten und digitale Investigation: Panama und Paradise Papers – die Bedeutung von Text und Data Mining für den investigativen Journalismus

  • 15:30 Uhr | Session 1: Bedeutung des Text und Data Mining in Wissenschaft und Gesellschaft
    Prof. Dr. Benjamin Raue und Prof. Dr. Christof Schöch, Universität Trier: Einführung in das Text und Data Mining

  • 17:30 Uhr | Session 2: Wem „gehört“ das Text- bzw. Datenkorpus?
    Informatik (Prof. Dr. Ralph Bergmann; Prof. Dr. Ralf Schenkel; Universität Trier)
    Sozialwissenschaften (Dr. Ing. Gregor Wiedemann, Universität Hamburg)
    Wissenschaftsgesellschaften (Dr. Christoph Bruch, Helmholtz Association)

Freitag, 22. Juni 2018

  • 09:00 Uhr | Session 2: Wem „gehört“ das Text- bzw. Datenkorpus? (Fortsetzung)
    Prof. Dr. Anne Lauber-Rönsberg, TU Dresden: Die Zuordnung von Forschungsdaten aus rechtlicher Perspektive

  • 09:30 Uhr | Session 3: Rechtliche Grundlagen des Text und Data Minings
    Prof. Dr. Louisa Specht, Universität Bonn: Die datenschutzrechtlichen Grenzen des Text- und Data-Minings
    Prof. Dr. Katharina de la Durantaye, Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder): "ie neue Text- und Data-Mining-Schranke in § 60d UrhG

  • 11:00 Uhr | Diskussion: Die neue Text- und Data-Mining-Schranke aus Sicht der Anwender und Rechteinhaber

  • 13:00 Uhr | Session 4: Die Weiter- und Anschlussverwendung der Korpora (§ 60d Abs. 3 UrhG)
    Dr. Karina Lott, Berlin: Die Regelung aus Sicht der Rechteinhaber
    Prof. Dr. Eric Steinhauer, FU Hagen: Die Regelung aus Sicht der Bibliotheken

Weitere Informationen zu dieser Tagung findet man auf der Veranstaltungshomepage unter http://www.text-und-data-mining.de/.

Schlagwörter:
Analyseverfahren, Data Mining, Forschungsdaten, Recht, Tagung, Text Mining, Wissensgenerierung

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