zum Inhalt springen

Wie der Troll in uns geweckt wird

Datum: 18. März 2017
Autor: Erwin König
Kategorien: Studien

Im Netz scheint es, als ob es nur mehr zwei Arten von Usern gibt: die einen, die bei jeder Kleinigkeit beleidigt sind und sofort eine politische Unkorrektheit unterstellen, und die anderen, die pöbeln was das Zeug hergibt und keinem vernünftigen Argument nur mehr halbwegs zugänglich sind. Besonders in den letzten Monaten ist der Öffentlichkeit deutlich vor Augen geführt geworden, dass sich das Diskussionsklima im Internet sehr ungünstig entwickelt hat. Hasstiraden gegen Minderheiten oder Beleidigungen gegen nicht konforme Meinungen begegnen uns heute tagtäglich millionenfach in sozialen Netzwerken, Websites, Diskussionsforen oder Nachrichtenportalen. Viele Plattformen und Online-Medien wissen sich inzwischen nicht mehr anders zu helfen und schränken ihre Kommentarfunktionen ein oder stellen diese komplett ein. So hat aktuell z.B. die größte Filmdatenbank im Internet, die Internet Movie Database (IMDb), und sehr zum Unwillen ihrer User, die Möglichkeit zur Kommentierung von Filmen und Darstellern abgeschaltet und gleichzeitig alle bestehenden Film-Foren unzugänglich gemacht. Was führt aber eigentlich dazu, dass bei vielen Menschen der Mantel der Zivilisation sofort fällt, wenn sie vor ihrem Rechner oder Smartphone in die Tasten hauen? Eine mögliche Antwort findet sich in einer neuen Studie zum Troll-Verhalten bei Online-Diskussionen, die von Wissenschaftlern an den US-Universitäten Stanford und Cornell durchgeführt wurde.

...

Um den Artikel in voller Länge lesen zu können, benötigen Sie ein Abo. Jetzt Abo abschließen oder mit bestehendem Konto anmelden!

Mehr zum Thema:

Schadet das digitale Ausleihen von Bibliotheken dem Buchmarkt?

Jéssica Dutra und Robert Stoner vom Beratungsunternehmen Secretariat Advisors haben im August 2026 eine umfangreiche empirische Untersuchung über die Auswirkungen des E-Book-Verleihs durch öffentliche Bibliotheken auf den kommerziellen Buchmarkt vorgelegt....

Über zehntausend Paper-Mill-Artikel zurückgezogen

Michelle W. T. Cheng, Xinhua Yang und Ryan M. Allen von der Education University of Hong Kong sowie der Soka University of America haben in Scientometrics die bislang umfassendste bibliometrische Untersuchung zu zurückgezogenen Paper-Mill-Artikeln vorgelegt. Grundlage...

Erfundene Quellen

Eine Studie von Maxim Topaz, Nir Roguin, Pallavi Gupta, Zhihong Zhang und Laura-Maria Peltonen, veröffentlicht in „The Lancet“, hat mehr als 4.000 erfundene Literaturangaben in biomedizinischen Fachartikeln identifiziert. Parallel berichtet die Columbia University...