Studie zu Predatory Journals und Konferenzen: kein marginales Thema
Datum: 3. Mai 2022
Autor: Erwin König
Kategorien: Studien

In den letzten Jahren ist das Phänomen der sogenannten Predatory Journals in Massenmedien als auch in wissenschaftlichen Fachzeitschriften wiederholt thematisiert worden. Die breitere Berichterstattung konnte allerdings nur wenig daran ändern, dass bisher kaum effektive Maßnahmen gegen diese betrügerischen Publikationen und Verlage ergriffen wurden. In einem kürzlich veröffentlichten Bericht der InterAcademy Partnership (IAP) – ein weltweites Netzwerk von über 140 Hochschulen aus dem Bereich der Naturwissenschaften, des Ingenieurwesens und der Medizin – werden konkrete Handlungsempfehlungen für einen globalen, systemischen Aktionsplan genannt, um gegen diese weit verbreiteten und schädlichen Praktiken vorzugehen. Schließlich stellen sie eine ernsthafte Bedrohung der wissenschaftlichen Glaubwürdigkeit dar. Der Bericht ist das Ergebnis einer zweijährigen Studie mit dem Titel „Combatting Predatory Academic Journals and Conferences“, der wohl umfassendsten Analyse dieser unseriösen Praktiken, die bisher zu diesem Thema erstellt wurde.

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