Richtlinien für den Erwerb von E-Book-Paketen
Datum: 30. Oktober 2015
Autor: Erwin König
Kategorien: Fachartikel

Der Einzelerwerb von E-Book-Titeln bietet für Bibliotheken zwar einige Vorteile, insbesondere die volle Kontrolle beim Bestandsaufbau. Auf der anderen Seite setzen viele Bibliotheken inzwischen auf den Kauf von kleineren oder größeren E-Book-Paketen. Auch bei dieser Strategie liegen die Pluspunkte auf der Hand, d.h. in erster Linie zeitliche und kostenmäßige Einsparungen. So reduziert sich die zeitaufwändige Titelselektion gegenüber dem Einzelkauf deutlich und die hohen Rabatte beim Paketerwerb locken auf der Kostenseite. Der folgende Beitrag beschäftigt sich mit dem Kauf von solchen E-Book-Paketen. Durch eine Auswertung der von sechs führenden Anbietern/Verlagen (Cambridge University Press, CRC Press, Elsevier, SAGE, Springer / Science + Business Media, Wiley) angebotenen E-Book-Pakete wird untersucht, inwieweit sich diese Angebote bei wichtigen Punkten wie DRM, Nutzungsbedingungen oder Einzeltitelerwerbung unterscheiden. Dazu werden die Wahrscheinlichkeiten für Überschneidungen bei den Titeln bei Paketen mit ähnlichen Themengebieten bestimmt und diskutiert. Aus den hierbei gefundenen Erkenntnissen werden abschließend einige Richtlinien abgeleitet, die Bibliotheken einsetzen können, um ihre Bestandsmanager bei der Erwerbung von E-Books zu unterstützen. Diese Grundsätze sollen helfen, um auch bei einem Paketkauf eine möglichst hochwertige und zugängliche E-Book-Sammlung aufbauen zu können.

...

Um den Artikel in voller Länge lesen zu können, benötigen Sie ein Abo. Jetzt Abo abschließen oder mit bestehendem Konto anmelden!

Mehr zum Thema:

Passen Big Data und Wissenschaftliche Bibliotheken zusammen?

Big Data ist in den letzten Jahren besonders durch das aktuelle Überthema Künstliche Intelligenz (KI) etwas in den Hintergrund gerückt. Allerdings ist und bleibt Big Data eine sehr vielversprechende Technologie, um die in den täglich wachsenden Datenmengen enthaltenen...

Strategien für die Informationssuche

Der Information Overload, die Informationsüberflutung, ist ein modernes Phänomen, das besonders durch die Digitalisierung von Inhalten und den Siegeszug des Internets in den letzten zwei Jahrzehnten vorangetrieben wird. War man in früheren Jahrhunderten froh überhaupt...

Neue Ansätze zur Informationskompetenzvermittlung

Es mag sich dramatisch anhören, ist aber Realität: Die Demokratie und der gesellschaftliche Zusammenhalt werden derzeit in vielen westlichen Ländern auf eine harte Probe gestellt. Eine Ursache für diese Schräglage ist ohne Frage, dass wir in einer sehr...

Verändert sich der Publikationsprozess bei den Megajournals?

Ohne Frage lässt sich das Internet als die entscheidende Triebkraft bei den Veränderungen des wissenschaftlichen Publikationswesens in den letzten zwei Jahrzehnten bezeichnet. Die gesamte Infrastruktur der wissenschaftlichen Zeitschriftenveröffentlichungen ist von...