Open Source hat sich etabliert, auch in vielen Unternehmen
Datum: 27. März 2020
Autor: Erwin König
Kategorien: Kurz notiert

Wir sprechen heute im wissenschaftlichen Publikationswesen wie selbstverständlich von Open Access, Open Science, Open Peer Review etc. Alle diese Initiativen für mehr Transparenz in der Wissenschaft gehen im Prinzip auf die Open-Source-Bewegung in der Informationstechnologie zurück. Open Source entstand schon früh, um der Übermacht von großen kommerziellen Softwareunternehmen, wie damals besonders Microsoft, mit ihren proprietären Programmen einen offenen Programmcode entgegenzustellen. Diese Bewegung wurde und wird von einer riesigen Gemeinschaft von Freiwilligen getragen. Für die breite Öffentlichkeit dürfte Open Source zum ersten Mal durch das alternative Betriebssystem Linux ins Bewusstsein gerückt sein. Open Source ist heute in so vielen Programmen enthalten, dass es trotz anderslautender Kommentare kaum je lebendiger war. Im Bibliotheksbereich ist z. B. das Open-Source-Bibliothekssystem Koha zu nennen, das inzwischen über einen nicht unerheblichen Marktanteil bei den integrierten Bibliothekssystemen verfügt. Der aktuelle Open Source Monitor des deutschen Digitalverbands Bitkom belegt, dass Open Source in der Welt der Programmierung unverzichtbar geworden ist. Diese Aussage gilt selbst für die lange Zeit gegenüber dieser Bewegung sehr kritisch eingestellten Unternehmen, die zumindest teilweise in den letzten Jahren von ihrer einstigen Fokussierung auf Microsoft-Lösungen abgerückt sind.

...

Um den Artikel in voller Länge lesen zu können, benötigen Sie ein Abo. Jetzt Abo abschließen oder mit bestehendem Konto anmelden!

Mehr zum Thema:

Die Social-Media-Landschaft in Deutschland wandelt sich

Jahrelang war das soziale Netzwerk Facebook die unbestrittene Nr. 1, wenn es um die Frage der am häufigsten genutzten Social-Media-Plattform nicht nur in Deutschland ging. Facebook ist mit 2,8 Mrd. Usern zwar immer noch das weltweit am häufigsten genutzte soziale...

Corona fördert das papierlose Büro

Die Pandemie hat seit letztem Jahr dafür gesorgt, dass die Digitalisierung für die Unternehmen in Deutschland zu einer praktisch unverzichtbaren Notwendigkeit geworden ist. Selbst kleinere Unternehmen haben sich in dieser Zeit zumindest in einigen Bereichen überlegen...

Best Practices für den Umgang mit dem Coronavirus in Bibliotheken

COVID-19 ist zwar immer noch allgegenwärtig und viele Menschen sind noch nicht geimpft. Aber langsam zeichnet sich (hoffentlich) ein Ende ab. Unabhängig davon haben sich in den letzten Monaten Bibliotheken auf der ganzen Welt sehr flexibel und innovativ gezeigt, um...

Video-Streaming ersetzt DVDs in Wissenschaftlichen Bibliotheken

Aktuell sehen sich Bibliotheken zwei großen Herausforderungen gegenüber: einmal die hoffentlich nur kurzfristig wirkende Corona-Pandemie sowie die langfristigen Auswirkungen durch die Digitalisierung. Die Pandemie hatte dabei in verhältnismäßig sehr kurzer Zeit einen...