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Open Source hat sich etabliert, auch in vielen Unternehmen

Datum: 27. März 2020
Autor: Erwin König
Kategorien: Kurz notiert

Wir sprechen heute im wissenschaftlichen Publikationswesen wie selbstverständlich von Open Access, Open Science, Open Peer Review etc. Alle diese Initiativen für mehr Transparenz in der Wissenschaft gehen im Prinzip auf die Open-Source-Bewegung in der Informationstechnologie zurück. Open Source entstand schon früh, um der Übermacht von großen kommerziellen Softwareunternehmen, wie damals besonders Microsoft, mit ihren proprietären Programmen einen offenen Programmcode entgegenzustellen. Diese Bewegung wurde und wird von einer riesigen Gemeinschaft von Freiwilligen getragen. Für die breite Öffentlichkeit dürfte Open Source zum ersten Mal durch das alternative Betriebssystem Linux ins Bewusstsein gerückt sein. Open Source ist heute in so vielen Programmen enthalten, dass es trotz anderslautender Kommentare kaum je lebendiger war. Im Bibliotheksbereich ist z. B. das Open-Source-Bibliothekssystem Koha zu nennen, das inzwischen über einen nicht unerheblichen Marktanteil bei den integrierten Bibliothekssystemen verfügt. Der aktuelle Open Source Monitor des deutschen Digitalverbands Bitkom belegt, dass Open Source in der Welt der Programmierung unverzichtbar geworden ist. Diese Aussage gilt selbst für die lange Zeit gegenüber dieser Bewegung sehr kritisch eingestellten Unternehmen, die zumindest teilweise in den letzten Jahren von ihrer einstigen Fokussierung auf Microsoft-Lösungen abgerückt sind.

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