Mit Twitter die wissenschaftliche Wirkung messen?
Datum: 2. Juli 2020
Autor: Erwin König
Kategorien: Fachartikel

Altmetrics, oder auf Deutsch Altmetriken, gelten als vielversprechende neue Möglichkeit, die wissenschaftliche Wirkung („Impact“) eines Forschers abseits von klassischen Fachzeitschriften und akademischen Publikationen zu erfassen und zu messen. Diese alternativen bibliometrischen Kennzahlen berücksichtigen auch die im Internet und in sozialen Medien erzeugte wissenschaftliche Resonanz einer Forschungsarbeit bzw. eines Wissenschaftlers. Sie sind somit auch eine Folge der sich wandelnden Wissenschaftskommunikation. Insgesamt erhofft sich die Wissenschaftsgemeinde von Altmetriken eine umfassendere und genauere Bewertung wissenschaftlicher Forschung. Ein weiterer Altmetrics zugesprochener Vorteil ist das schnellere Erkennen einflussreicher Arbeiten – das mit den klassischen bibliometrischen Kennzahlen nur sehr ungenügend derreicht werden kann. Teilweise dauert es Jahre, bis die Resultate einer Arbeit mit Zitaten gewürdigt werden. Ungeklärt ist bisher, wie stabil und konsistent diese neuen Indikatoren sind. Besonders der Kurznachrichtendienst Twitter ist eine der wichtigsten altmetrischen Datenquellen für wissenschaftliche Veröffentlichungen. Bisherige Untersuchungen zeigen jedoch, dass die darauf basierenden Metriken nicht immer befriedigende Resultate liefern. In dem vorliegenden Beitrag wird untersucht, wie geeignet Twitter für die Messung der wissenschaftlichen Wirkung ist.

...

Um den Artikel in voller Länge lesen zu können, benötigen Sie ein Abo. Jetzt Abo abschließen oder mit bestehendem Konto anmelden!

Mehr zum Thema:

Preprints haben durch COVID-19 einen enormen Aufschwung erfahren

Der Kampf gegen COVID-19 hat in den letzten Monaten dazu geführt, dass viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dazu übergegangen sind, ihre Forschungsergebnisse als Preprints zu veröffentlichen. Denn durch das in Fachzeitschriften übliche Begutachtungsprozesses...

KI, Expertensysteme und Roboter für die Bibliothek

Tagtäglich berichten Medien, wie die Künstliche Intelligenz (KI) in den nächsten Jahren unser Leben verändern wird. Tatsächlich nutzen wir aber schon längst solche intelligenten Lösungen und Anwendungen, ohne dass es uns bewusst ist. Auch in Bibliotheken hat die KI...