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Information ist nicht gleich Information

Datum: 24. Juni 2022
Autor: Erwin König
Kategorien: Fachartikel

In der Informations- und Wirtschaftswissenschaft kennt man die Unterscheidung zwischen primären und sekundären Informationen oder auch zwischen qualitativen und quantitativen Daten oder Fakten. Gelegentlich wird auch von harten und weichen Fakten – genauer: Faktoren – sowie quantitativen und qualitativen Kennzahlen gesprochen. In der Finanzwissenschaft spielt eine etwas andere Unterscheidung eine wichtige Rolle, nämlich die zwischen ‚harten‘ und ‚weichen‘ Informationen. Allgemein bilden Informationen einen wesentlichen Bestandteil aller Finanztransaktionen und -märkte. Eine Hauptaufgabe der Finanzmärkte und -institutionen besteht darin, Informationen zu sammeln, zu verarbeiten und zu übermitteln. In den letzten 50 Jahren hat Technologie die Art und Weise der Informationsübermittlung erheblich beeinflusst. Die internationalen Finanzmärkte, der Handel von Wertpapieren sowie die Finanzinstitutionen und die Finanzintermediäre sind durch Computertechnologie, Internet und andere Technologien weitgehend transformiert und digitalisiert worden. Von daher stellt sich die Frage, ob die ‚menschliche Komponente‘, d. h. persönliche Kontakte und Informationen, in der technologisierten Finanzwelt noch eine entscheidende Rolle spielt. Durch die Corona-Pandemie hat sich die Möglichkeit ergeben, auch diese Frage genau zu untersuchen. Eine kürzlich veröffentlichte Studie1 belegt, dass weiche Informationen in der Vermögensverwaltung nur unzureichend durch harte Informationen ersetzt werden können.

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