Filterblasen laut Facebook kein großes Problem
Datum: 24. Mai 2015
Autor: Erwin König
Kategorien: Kurz notiert

Das führende Wissenschaftsmagazin Science hat eine aktuelle Studie veröffentlicht, die sich mit dem Thema der Filterblase beschäftigt. Der Begriff Filterblase bezeichnet die Einengung der vorhandenen Informationsspektren durch die von Webseiten eingesetzten Suchalgorithmen, Sortiermöglichkeiten und Personalisierungen. Der Begriff Filter Bubble, oder deutsch Filterblase, wurde von Eli Pariser in seinem gleichnamigen Buch geprägt. Grundsätzlich soll damit zum Ausdruck gebracht werden, dass Google, Facebook und Co. den Usern nur die Informationen, Inhalte und Meinungen vorsetzen, die zu ihren persönlichen Vorstellungen und Bedürfnissen passen. Dies führt im schlimmsten Fall zu einer Art selbsterfüllende Prophezeiung. Wer z.B. politisch rechts steht, erhält nur die Infos, die seine Weltansicht bestätigen. Genauso wie jemand der politisch eher links orientiert ist, vorwiegend linke Ideen und Meinungen vorgesetzt bekommt. Die Folgen sind klar, d.h. es besteht dann kaum eine Chance mehr sein eigenes teilweise, krudes Weltbild zu hinterfragen und zu ändern. Filterblasen verhindern kritisches Denken, was wiederum nicht Demokratie fördernd ist. Die hier vorgestellte Studie wurde von Facebook-Mitarbeitern erstellt. Die Forscher kommen dabei zum Schluss, dass das Problem der Filterblasen deutlich geringer ist, als bisher angenommen wird.

...

Um den Artikel in voller Länge lesen zu können, benötigen Sie ein Abo. Jetzt Abo abschließen oder mit bestehendem Konto anmelden!

Mehr zum Thema:

UNESCO-Empfehlung zu Open Science

Drei Jahre nach der Annahme der UNESCO-Empfehlung zu Open Science hat sich die Anzahl der Länder, die spezifische Strategien für Open Science verabschiedet haben, fast verdoppelt. Elf Länder haben politische Maßnahmen ergriffen und rechtliche Rahmenbedingungen...