Datengestützte Analyse zur Erforschung von Trends in der Bibliothekswissenschaft
Datum: 9. November 2018
Autor: Erwin König
Kategorien: Fachartikel

Wie hat sich die Bibliothekswissenschaft in den letzten 20 Jahren entwickelt? Welche Trends sind gekommen und wieder gegangen? Diese Fragen sind elementar, wenn es um die Weiterentwicklung der Bibliothekswissenschaft als gesamte wissenschaftliche Fachdisziplin geht. Frühere Studien in diesem Bereich haben für diesen Zweck nur eine einzige Analysemethode eingesetzt. Damit ergibt sich aber kein umfassendes Bild der Veränderungen der Wissenstrends in der Bibliothekswissenschaft. In der vorliegenden Untersuchung werden zum ersten Mal Volltextanalysen und Mining-Techniken kombiniert. Ziel ist es, die Trends der letzten 20 Jahre (1997-2016) zu identifizieren. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass sich die Bibliothekswissenschaft in den letzten 20 Jahren zu einer interdisziplinären Disziplin entwickelt hat, die eine breite Palette von Themen aus anderen Gebieten integriert. Umgekehrt sind bibliothekarische Themen heute auch in andere Wissensgebiete übernommen worden. So finden bibliometrische Methoden und Inhaltsanalysen zur Untersuchung von Titeln, Abstracts, Autoren oder Schlagwörtern in zahlreichen verwandten Disziplinen Verwendung. In den letzten zehn Jahren hat sich die Bibliothekswissenschaft zunehmend auf Forschungsmethodik und -evaluierung konzentriert und sich verstärkt mit dem digitalen Informationsmanagement beschäftigt. Mit dieser Arbeit sollen diese Zusammenhänge und Veränderungen besser sichtbar gemacht werden.



Wie hat sich die Bibliothekswissenschaft in den letzten 20 Jahren entwickelt? Welche Trends sind gekommen und wieder gegangen? Diese Fragen sind elementar, wenn es um die Weiterentwicklung der Bibliothekswissenschaft als gesamte wissenschaftliche Fachdisziplin geht. Frühere Studien in diesem Bereich haben für diesen Zweck nur eine einzige Analysemethode eingesetzt. Damit ergibt sich aber kein umfassendes Bild […]

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