Wie der Troll in uns geweckt wird

Ausgabe 2-2017

Im Netz scheint es, als ob es nur mehr zwei Arten von Usern gibt: die einen, die bei jeder Kleinigkeit beleidigt sind und sofort eine politische Unkorrektheit unterstellen, und die anderen, die pöbeln was das Zeug hergibt und keinem vernünftigen Argument nur mehr halbwegs zugänglich sind. Besonders in den letzten Monaten ist der Öffentlichkeit deutlich vor Augen geführt geworden, dass sich das Diskussionsklima im Internet sehr ungünstig entwickelt hat. Hasstiraden gegen Minderheiten oder Beleidigungen gegen nicht konforme Meinungen begegnen uns heute tagtäglich millionenfach in sozialen Netzwerken, Websites, Diskussionsforen oder Nachrichtenportalen. Viele Plattformen und Online-Medien wissen sich inzwischen nicht mehr anders zu helfen und schränken ihre Kommentarfunktionen ein oder stellen diese komplett ein. So hat aktuell z.B. die größte Filmdatenbank im Internet, die Internet Movie Database (IMDb), und sehr zum Unwillen ihrer User, die Möglichkeit zur Kommentierung von Filmen und Darstellern abgeschaltet und gleichzeitig alle bestehenden Film-Foren unzugänglich gemacht. Was führt aber eigentlich dazu, dass bei vielen Menschen der Mantel der Zivilisation sofort fällt, wenn sie vor ihrem Rechner oder Smartphone in die Tasten hauen? Eine mögliche Antwort findet sich in einer neuen Studie zum Troll-Verhalten bei Online-Diskussionen, die von Wissenschaftlern an den US-Universitäten Stanford und Cornell durchgeführt wurde.



Im Netz scheint es, als ob es nur mehr zwei Arten von Usern gibt: die einen, die bei jeder Kleinigkeit beleidigt sind und sofort eine politische Unkorrektheit unterstellen, und die anderen, die pöbeln was das Zeug hergibt und keinem vernünftigen Argument nur mehr halbwegs zugänglich sind. Besonders in den letzten Monaten ist der Öffentlichkeit deutlich […]

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