Elektronische Medien behindern produktives Arbeiten

Ausgabe 09-2013



Die AKAD Hochschule in Leipzig hat in Zusammenarbeit mit der tempus GmbH untersucht, ob und inwieweit neue elektronische Medien unser Arbeitsleben effizienter machen. Die vorliegenden Studienergebnisse zeigen deutlich auf, dass elektronische Medien mehrheitlich eher hinderlich sind für ein produktives Arbeiten. Nur drei von fünf Arbeitstagen in der Woche werden durchschnittlich in Deutschland produktiv gearbeitet. Die Ursache für diese Ineffizienz ist hauptsächlich in den gesteigerten Kommunikationsanforderungen zu suchen. Untersucht werden der Einfluss von neuen Medien – oder auch nicht mehr ganz so neuen Medien – wie die E-Mail, Instant Messenger und Online-Netzwerke (LinkedIn und XING) auf die Arbeitseffizienz in deutschen Unternehmen.

Deutschland hat aktuell ca. 39 Mio. Erwerbstätige, die in Unternehmen aller Größenform, als Teilzeit- oder Vollzeitbeschäftigte sowie angestellt oder selbstständig tätig sind. Der Internetzugang gehört heute, genau wie im Privatleben, inzwischen schon selbstverständlich zu ihrer Arbeitsinfrastruktur. In Deutschland trifft dies zumindest für 85% der Unternehmen zu. Die wichtigsten neuen technologischen Trends, mit denen sich die Unternehmen heute beschäftigen, sind zurzeit Big Data, Cloud und soziale Medien. Im Folgenden wird untersucht, inwieweit diese neuen Medien eine Belastung oder Erleichterung für den Arbeitsalltag darstellen.

Für diese Studie wurden insgesamt zwei Online-Befragungen mit 19.500 Personen durchgeführt. Themenschwerpunkt ist der Einsatz von neuen Medien in ihrem Arbeitsleben. Die erste Befragungsrunde konzentriert sich dabei auf die Kommunikation über E-Mail. In der zweiten stehen Instant Messaging und die Online-Netzwerke im Fokus der Befragung. Die Rücklaufquoten betragen 2.068 auswertbare Antwortbögen für den Studienteil zur E-Mail und 1.501 Antwortenden für den zweiten Studienteil, mit sozialen Netzwerken und Instant Messenger. Neben diesem thematischen Fokus auf neue Medien wurden aber auch andere potenzielle Störfaktoren für den allgemeinen Arbeitsfluss analysiert. Dazu zählen z.B. …

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