zum Inhalt springen

Was User von mobilen Websites erwarten

Datum: 31. Oktober 2012
Autor: Wolf Galetzki
Kategorien: Kurz notiert

Mobile Websites: Immer mehr User besitzen Smartphones und nutzen diese nicht nur zum Telefonieren oder zum Fotografieren, sondern natürlich auch zum Surfen im Web. Das mobile Web ist aktuell eine der spannendsten Wachstumsgeschichten in der technologischen Entwicklung unserer Informationsgesellschaft. Google hat zu diesem Thema eine neue Studie veröffentlicht.

Die Studie wurde für Google von den Marktforschungsunternehmen Sterling Research und SmithGeiger im Juli 2012 unter 1.088 erwachsenen Smartphone-Internet-Usern in den USA durchgeführt. Folgende Ergebnisse haben sich hierbei u.a. ergeben:

  • 69% der Umfrageteilnehmer sind der Meinung, dass eine optimierte mobile Website sie eher dazu verleiten würde, ein Produkt zu kaufen.
  • 61% der mobilen Webuser verlassen eine Website umgehend, wenn sie nicht sofort das finden, was sie suchen. Folge davon ist, dass sie sofort zu einer Konkurrenz-Website wechseln, wo sie möglicherweise eher das Gesuchte finden können.
  • Obwohl 75% der mobilen Webnutzer sagen, dass sie Websites bevorzugen, die für mobile Endgeräte optimiert wurden, spiegelt sich dieser Wunsch in der Realität des Webs noch nicht wider. So sagen gleichzeitig 96% der Verbraucher, dass sie Webseiten besuchen „mussten“, die offensichtlich für mobile Endgeräte ungeeignet oder ungenügend sind. Zusammengenommen stellt dies für Unternehmen ein großes Problem aber auch eine große Chance dar.
  • Mit einem fehlenden oder schlechten mobilen Webangebot verliert ein Unternehmen schnell mehr als nur ein nicht-verkauftes Produkt.
  • Selbst wenn die Konsumenten auf einer Homepage die gewünschten Produkte finden und dieses Angebot auch gefällt, sagen 50% der Antwortenden, dass sie solche Angebote trotzdem nicht nutzen würden, wenn der mobile Auftritt mangelhaft ist.
  • Folgen eines ungenügenden mobilen Webangebots sind z.B. Frustrationen und Ärger auf Seiten der Besucher (48% sind dieser Meinung). 36% vertreten die Ansicht, dass sie ihre Zeit verschwendeten, wenn sie auf einer untauglichen mobilen Website surften. 52% sehen bei einem schlechten mobilen Auftritt auch Auswirkungen auf zukünftige Geschäfte mit solchen Unternehmen. Zudem sind 48% der Meinung, dass Unternehmen mit einer schlechten mobilen Homepage damit zum Ausdruck bringen, dass sich dieses Unternehmen nicht für sie als Kunden interessiert.

Inzwischen erfolgen laut einer neuen Untersuchung der Webanalyse-Firma Webtrekk auch in Deutschland bereits 11,4% aller Zugriffe auf Websites mit mobilen Endgeräten wie Smartphones oder Tablets. Gleichgültig, ob man ein Unternehmen oder eine Bibliothek ist, ein mobiler Webauftritt wird immer mehr zu einem absoluten „Muss“.

Quelle:  Google Inc. (Hrsg.): „What Users Want Most from Mobile Sites Today“; September 2012, online abrufbar unter http://www.thinkwithgoogle.com/insights/library/studies/what-users-want-most-from-mobile-sites-today/

Mehr zum Thema:

Was ChatGPT und Ghostwriting über Autorschaft verraten

Emily Hodgson Anderson zeigt in „The Conversation“, dass die aktuelle Aufregung um ChatGPT und akademisches oder professionelles Schreiben auf eine ältere Debatte zurückführt. Der Streit um KI-gestützte Schreibassistenz ist demnach kein völlig neues Problem, sondern...

Warum E-Books in US-Schulen zur Kostenfrage werden

Shannon Maughan beschreibt in „Publishers Weekly“ einen Markt, der für Schulbibliotheken immer schwieriger kalkulierbar wird. E-Books und Hörbücher gehören inzwischen fest zur Medienversorgung vieler Schulen, doch gleichzeitig schrumpfen Budgets, Lizenzmodelle werden...

Bibliotheken als Räume für Wohlbefinden im Gesundheitswesen

Bibliotheken können im Gesundheitswesen eine wichtige Rolle für das Wohlbefinden von Mitarbeitenden spielen. Ein Beitrag von Paula Y beschreibt auf der Plattform „Medium“, wie NHS-Bibliotheken im Vereinigten Königreich gezielt ruhige Lern- und Aufenthaltsräume...

Das Ende eines Formats: Der Niedergang des Massenmarkt-Paperbacks

Der klassische Massenmarkt-Taschenbuchroman verschwindet zunehmend aus dem US-Buchhandel. Wie David Smith im „Guardian“ berichtet, stellen wichtige Distributoren die Verbreitung des günstigen Formats ein. Damit endet ein Kapitel der Buchgeschichte, das Lesen über...