Passen Big Data und Wissenschaftliche Bibliotheken zusammen?
Datum: 23. Juli 2021
Autor: Erwin König
Kategorien: Fachartikel

Big Data ist in den letzten Jahren besonders durch das aktuelle Überthema Künstliche Intelligenz (KI) etwas in den Hintergrund gerückt. Allerdings ist und bleibt Big Data eine sehr vielversprechende Technologie, um die in den täglich wachsenden Datenmengen enthaltenen Informationsschätze bergen zu können. Ein Ziel ist es, Kundinnen und Kunden dadurch bessere Dienstleistungen anbieten zu können. Auch für Bibliotheken und wissenschaftliche Einrichtungen wie Universitäten sind die Möglichkeiten durch Big Data relevant, denn schließlich produzieren sie jeden Tag umfangreiche Mengen an komplexen Daten. Bei Bibliotheken ist bisher aber nicht ganz klar, welche Rolle sie bei der Nutzung von Big Data einnehmen können. Diese Unsicherheit bei den Einsatzmöglichkeiten ist vermutlich mit verantwortlich dafür, dass Big-Data-Anwendungen speziell in und für Bibliotheken noch immer eher selten sind. Eine entscheidende Ursache hierfür ist, dass die meisten Bibliotheken nicht über ausreichendes Fachwissen in ihren Reihen verfügen, um solche neuen Dienste eigenständig entwickeln zu können. Das bedeutet umgekehrt aber nicht, dass Bibliotheken komplett auf die Beschäftigung mit Big Data verzichten sollten. Schließlich gehört die Verarbeitung, Speicherung und Bereitstellung von Informationen seit jeher zu ihren Kernaufgaben. Ebenso waren Bibliotheken schon immer führend, wenn es um die Anwendung neuer Technologien ging. Schon alleine deshalb werden Big-Data-Technologien über kurz oder lang in der einen oder anderen Form in ihre Informationsangebote und -dienstleistungen einfließen. In dem folgenden Beitrag wird anhand einer systematischen Literaturanalyse versucht diese Zusammenhänge zu untersuchen und die sich daraus ergebenden Chancen für Bibliotheken zu identifizieren.

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