zum Inhalt springen

Nachrichtenportale auf dem Vormarsch

Datum: 12. März 2012
Autor: Wolf Galetzki
Kategorien: Kurz notiert

Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) hat neue Zahlen zur Entwicklung von Online-Nachrichtenportalen in Deutschland für das Jahr 2011 veröffentlicht. Thematisch lesen Deutsche online gerne allgemeine Zeitungen mit vermischten Meldungen aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft, sowie Sportnachrichten und Computermeldungen. Renommierte Wirtschaftsblätter wie Handelsblatt, Capital oder Financial Times Deutschland schaffen es allerdings teilweise knapp nicht in diese Top 10, dafür aber der zumindest online sehr erfolgreiche Wirtschaftsnachrichtensender N-TV.

Die 10 am häufigsten besuchten Nachrichtenportale kamen 2011 zusammen auf insgesamt 7,3 Mrd. Besucher (plus 18% gegenüber 2010). Bild.de und Spiegel online ziehen dabei mit 2 Mrd. respektive 1,75 Mrd. Besucher allein die Hälfte dieser User an. Der BITKOM interpretiert diese Ergebnisse als erfreuliches Zeichen, dass das Interesse an vertrauenswürdigen und gut recherchierten Nachrichten im Web stark zunimmt.

Die Rangliste der beliebtesten Nachrichtenportale im Web sieht in Deutschland folgendermaßen aus:

  1. Bild.de
  2. Spiegel Online
  3. Chip Online
  4. Welt Online
  5. Kicker Online
  6. Computerbild.de
  7. Süddeutsche.de
  8. Focus Online
  9. Sport1.de
  10. n-tv.de

Apropos Nachrichten-Websites, die New York Times hat laut dem Internetforschungsunternehmen Comscore ihren ersten Platz der weltweit am meisten besuchten Nachrichten-Homepage vor kurzem an den Daily Mail verloren. Auch weltweit liegt damit ein Newsportal an der Spitze, dass man eher zu den sogenannten Boulevard-Blättern zählen kann. Auffällig ist bei beiden Untersuchungen, dass die gedruckten Blätter mit ihren Marken auch im Web sehr erfolgreich sind.

Mehr zum Thema:

Was ChatGPT und Ghostwriting über Autorschaft verraten

Emily Hodgson Anderson zeigt in „The Conversation“, dass die aktuelle Aufregung um ChatGPT und akademisches oder professionelles Schreiben auf eine ältere Debatte zurückführt. Der Streit um KI-gestützte Schreibassistenz ist demnach kein völlig neues Problem, sondern...

Warum E-Books in US-Schulen zur Kostenfrage werden

Shannon Maughan beschreibt in „Publishers Weekly“ einen Markt, der für Schulbibliotheken immer schwieriger kalkulierbar wird. E-Books und Hörbücher gehören inzwischen fest zur Medienversorgung vieler Schulen, doch gleichzeitig schrumpfen Budgets, Lizenzmodelle werden...

Bibliotheken als Räume für Wohlbefinden im Gesundheitswesen

Bibliotheken können im Gesundheitswesen eine wichtige Rolle für das Wohlbefinden von Mitarbeitenden spielen. Ein Beitrag von Paula Y beschreibt auf der Plattform „Medium“, wie NHS-Bibliotheken im Vereinigten Königreich gezielt ruhige Lern- und Aufenthaltsräume...

Das Ende eines Formats: Der Niedergang des Massenmarkt-Paperbacks

Der klassische Massenmarkt-Taschenbuchroman verschwindet zunehmend aus dem US-Buchhandel. Wie David Smith im „Guardian“ berichtet, stellen wichtige Distributoren die Verbreitung des günstigen Formats ein. Damit endet ein Kapitel der Buchgeschichte, das Lesen über...