Einen KI-basierten Bibliotheks-Chatbot mit der ChatGPT- API selbst entwickeln
Datum: 21. November 2023
Autor: Erwin König
Kategorien: Fachartikel

Mit der Veröffentlichung seines chatbasierten KI-Systems ChatGPT haben das Betreiberunternehmen OpenAI und dessen Gründer Sam Altman Ende 2022 für einen – manche vermuten endgültigen – Durchbruch der generativen Künstlichen Intelligenz (KI) gesorgt. Inzwischen wird mit dem Börsengang des Unternehmens in den nächsten Monaten gerechnet. Erwartet wird eine Bewertung von 90 Mrd. US $. Damit würde mit einem Schlag ein neuer Tech-Gigant entstehen. Dass OpenAI einen Börsengang (IPO, Initial Public Offering) in Erwägung zieht, liegt wohl auch daran, dass der bisherige ökonomische Erfolg mit ChatGPT eher überschaubar ist. Wenn OpenAI nicht zum nächsten Netscape werden will, braucht es neue Finanzmittel, wie eben durch einen Börsengang (Anmerkung: Das Unternehmen Netscape Communications und ihr einst führender Browser stehen stellvertretend für die vielen Unternehmen während der sogenannten Internetblase, die kein tragfähiges Geschäftsmodell entwickeln konnten). Unabhängig davon, ob OpenAI durch einen Börsengang zum nächsten Google wird oder nicht, hat das Interesse an der Nutzung generativer KI-Tools auch im Bibliothekswesen dramatisch zugenommen. Zu offensichtlich scheinen die Vorteile durch solche Werkzeuge zu sein. Nachfolgend wird eine Fallstudie1 vorgestellt, die die Entwicklung eines Chatbots basierend auf der OpenAI-API für eine wissenschaftliche Bibliothek beschreibt. Es handelt sich nach Angaben der Autoren um den ersten vollständig dokumentierten Versuch, das Potenzial in diesem Bereich zu erkunden. Dabei werden der Entwicklungsprozess, die Möglichkeiten und die derzeitigen Grenzen des Chatbots beschrieben.

...

Um den Artikel in voller Länge lesen zu können, benötigen Sie ein Abo. Jetzt Abo abschließen oder mit bestehendem Konto anmelden!

Mehr zum Thema:

Large Language Models und ihre Potenziale im Bildungssystem

Large Language Models respektive KI-Anwendungen durchdringen den Bildungssektor immer mehr. Darauf weist nicht nur die Ständige Wissenschaftliche Kommission (SWK) der Kultusministerkonferenz in einem Impulspapier hin – es zeigt sich auch in Googles und OpenAIs...