Die Auswirkungen von Open-Access auf die Verkaufszahlen von Print-Monografien
Datum: 14. Oktober 2023
Autor: Erwin König
Kategorien: Kurz notiert

Wie Wissenschaftszeitschriften gehören auch Monografien zu den wichtigsten Verbreitungskanälen für neue wissenschaftliche Erkenntnisse. Eine zentrale Rolle nehmen Monografien besonders für Universitätsverlage ein. In den USA werden von Universitätsverlagen mehr als 4.000 Monografien jährlich publiziert. Diese Veröffentlichungen spielen beispielsweise eine entscheidende Rolle bei der Erteilung von Lehrbefugnissen. Das erklärt, warum die Zahl der publizierten Monografien seit Jahren konstant geblieben ist. Nicht konstant geblieben ist hingegen die Anzahl der verkauften Exemplare. Besonders in den letzten 20 Jahren ist zu beobachten, dass immer weniger dieser Monografien verkauft werden. Gleichzeitig gibt es vermehrt Initiativen und Bestrebungen, Monografien im Open Access (OA) zu publizieren. Eine Untersuchung1 der Association of University Presses (AU Presses) aus dem Jahr 2021 hat ergeben, dass ca. 70 % der Mitgliedsverlage dieser Organisation OA-Monografien veröffentlichen. Dabei werden verschiedene OA-Modelle genutzt, wobei die OA-Monografien weniger als 5 % des gesamten Buchveröffentlichungsprogramms dieser Verlage ausmachen. Es besteht somit einerseits großes Interesse der Universitätsverlage an OA-Monografien, andererseits herrschen offensichtlich weiterhin Vorbehalte, einen größeren Anteil des Veröffentlichungsprogramms im Open Access zu publizieren. In einer kürzlich gemeinsam von dem Beratungsunternehmen Ithaka S+R und AU Presses publizierten Studie2 wird deshalb untersucht, welche Folgen die gleichzeitige Veröffentlichung einer Monografie als Print und als OA-Version auf die Verkaufszahlen der gedruckten Ausgabe nach sich zieht.

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