Wie gut sind EBSCO-Inhalte mit den Discovery-Systemen der Konkurrenten zu finden?
Datum: 31. Juli 2023
Autor: Erwin König
Kategorien: Fachartikel

Wissenschaftliche Bibliotheken bieten ihren Nutzerinnen und Nutzern heute Zugang zu zahlreichen Datenbanken und Suchdiensten wie den sogenannten Discovery-Systemen. Diese Angebote ermöglichen den Zugriff auf Millionen von Datensätzen und Volltexten. Diverse Untersuchungen nennen Ex Libris/ProQuest und EBSCO als die gegenwärtig weltweit größten Anbieter solcher Systeme. Ex Libris/ProQuest bietet zwei Discovery-Systeme an, nämlich Summon und Primo. Der Discovery-Dienst des Konkurrenten EBSCO heißt EBSCO Discovery Service (EDS). Primo und EDS sind die zwei Discovery-Systeme mit den weltweit größten Marktanteilen. Gespeist wird Primo (und auch Summon) von dem Central Discovery Index (CDI) von Ex Libris, der nach eigenen Angaben über 5 Mrd. Quellenangaben von elektronischen Informationsressourcen enthält. CDI ist eine Kombination aus dem früheren Primo Central Index und dem Summon Index, er enthält die Metadaten von Verlagen und Aggregatoren. Wichtig ist in diesem Zusammenhang die Frage nach der Abdeckung: Ist es möglich, auch die Inhalte des Konkurrenten EBSCO mit den Discovery-Systemen Summon oder Primo möglichst vollständig aufzufinden? Laut früheren Untersuchungen gelang das bislang nur unzureichend. In dem nachfolgend vorgestellten Beitrag1 wird deshalb untersucht, wie gut die Auffindbarkeit von EBSCO-Inhalten anhand des CDI von Ex Libris aktuell ist. Die Beantwortung dieser Frage ist besonders für Bibliotheken interessant, da Ex Libris/ProQuest und EBSCO keine Indexdaten bzw. Metadaten miteinander austauschen. Wenn eine hohe Abdeckung der Indexdaten des Konkurrenzprodukts vorliegt, kann dies eventuell auch die Wahl für das eine oder andere Discovery-System entscheidend beeinflussen. Außerdem ist davon abhängig, wie häufig Fehler im Linkresolver vorkommen.

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